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Spielraum Gottesdienst.Werkstatt - Hybrider Gottesdienst

Handy im Gottesdienstraum
© Peter Bongard

Eine Fortbildung mit den Schauspielern Jens Schäfer (Berlin) und Thomas Hof (Kassel) vom 25. bis 27.März 2022 im Kloster Germerode - zwei Plätze für die EKHN

Hybride Gottesdienstformen sind gefragt und anspruchsvoll. Diejenigen, die aus unterschiedlichen Gründen nicht vor Ort sein können oder (noch) nicht wollen, sollen nicht vom Gottesdienst ausgeschlossen werden- und teilhaben, ja mitfeiern dürfen.
Die Hybrid-Gottesdienste wertschätzen, erzählen, dass es angesichts des Arbeitspensums nicht möglich ist, parallel zum analogen Gottesdienst noch regelmäßig ein Online- Format anzubieten. Das Unbefriedigende an dieser Lösung kann sein, dass meist eine Gruppe der Adressat*innen, nämlich die an den Bildschirmen, bloße Zaungäste werden. Es kann passieren, dass die unterschiedliche Produktionsweise von Live-Formaten und von filmischen Formaten (Stichwort: dreidimensional/zweidimensional) und die damit einhergehenden Rezeptionsweisen nicht leicht berücksichtigt werden können. Es gibt technische Einschränkungen, wie zum Beispiel die feste Installation einer einzigen Kamera auf einer Galerie, die Teilnehmer an den Bildschirmen von vornherein zu Zaungästen machen, usw.
Pfarrerinnen und Pfarrer, die sich um eine filmische Erzählung und Ästhetik des Gottesdienstes in den reinen Online-Formaten mit Erfolg bemüht haben, erleben das Hybrid-Format ästhetisch und dessen Beteiligungsmöglichkeiten eher weniger problematisch.

In diesem Kurs begeben sich die Teilnehmenden in ein „Labor“  und konzipieren anhand einer exemplarischen, agendarischen Struktur gemeinsam einen „Modell-Gottesdienst Hybrid“ , der dann auch umgesetzt wird. Der Ansatz orientiert sich an dem, was Referent Jens Schäfer den „Transparenten Hybrid- Gottesdienst“ nennt: die Gottesdienstbesuchenden an den Bildschirmen werden in diesem Format konsequent in den Gottesdienst mit einbezogen und direkt angesprochen; die Kamera(s) wird stellvertretend für die Gemeindeglieder Zuhause zum direkten Teilnehmer des Gottesdienstes; dies wird vor den Anwesenden in der Kirche offen gelegt und thematisiert, indem beispielsweise auch die Menschen Zuhause direkt begrüßt, konkret angesprochen und auch durch die Bildgestaltung mit in den Kirchenraum geführt werden. Die Herausforderungen und ästhetischen Fragen, die mit diesem Ansatz einhergehen, sind vielfältig, aufregend und chancenreich.

Beginn ist am Freitag, 25.3.2022 um 13.00 Uhr (mit Mittagsimbiss!) und die Fortbildung endet am Sonntag, 27.3.2022 um 15.00 Uhr.

Übernachtung und Verpflegung sind von den Teilnehmenden zu übernehmen. Interessierte  wenden sich bitte an:

Pfarrer Jens Haupt, Projektmitarbeiter im Referat Gottesdienst und Theologie der EKKW - jens.haupt@ekkw.de