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Newsarchiv des Arbeitskreises Kirche und Sport

Das Newsarchiv enthält frühere Berichte des „Arbeitskreises Kirche und Sport in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau“.

Kurzweiliger Kick beim Hessentag

Abgeordnete und Pfarrer trennen sich 4:1

„Ich erwarte ein faires Spiel“, formulierte der Schiedsrichter kurz vor dem Anpfiff. Außerdem gab er zu Protokoll, er sei Polizist gewesen, wisse also, wie Regeln durchzusetzen sind. Das war in dem 70-minütigen Spiel jedoch gar nicht notwendig: es war nicht nur weitgehend fair, sondern auch ausgeglichen.

Aus Anlass des Hessentages in Pfungstadt trafen die beiden Teams in einem Benefiz-Spiel aufeinander, das Evangelische Dekanat spendeten aus diesem Anlass 500,00 Euro für die Jugendarbeit des örtlichen Vereins RSV Germania 03. Den Anstoß zur ersten Halbzeit machte die Präsidentin des hessischen Landtages, Astrid Wallmann, gemeinsam mit dem stellvertretenden Dekan Eckhard Czok.

Deutlich war, dass die Landtagsmannschaft über mehr Erfahrung im Miteinander verfügte, während das Pfarrerteam konditionell und läuferisch auftrumpfen konnte. Die zwei Tore für die Wiesbadener fielen in einer Drangphase der Kirchen-Kicker Mitte der ersten Hälfte. Torchancen hatte es da schon auf beiden Seiten gegeben. Pfarrer Dr. Lothar Triebel vom Konfessionskundlichen Institut Bensheim und Pfarrer Dr. Peter Noss, der auch der Sportbeauftragte der hessischen Kirchen ist, hatten das Aufeinandertreffen auf Kirchenseite vorbereitet. Die Raumaufteilung funktionierte sehr gut, aber in der Chancenverwertung haperte es. Den Ehrentreffer für das Pfarrerteam schoss Peter Noss per Elfmeter, nachdem sich Timo Schmidt am 5-Meter-Raum durchgesetzt hatte und nur durch ein Foul gebremst werden konnte.

Im Anschluss an das Spiel waren die Teams beim Essen auch über andere Themen im Austausch. Für den nächsten Hessentag ist eine Neuauflage des Spiels geplant.

Fußball beim Hessentag
© Rebecca Keller
Fußball beim Hessentag
© Rebecca Keller

"Und raus!" - Kletterfreizeit für ehrenamtliche Mitarbeitende und junge Erwachsene

„Der Fels schenkt dieser unserer Erde die Dimension des Ragenden und Himmelstürmenden“ schreibt Bischof Reinhold Stecher in seinem Buch „Botschaft der Berge“. Zwölf Jugendliche und junge Erwachsene konnten fünf Tage lang selbst erleben, was diese Worte heißen und wie es sich anfühlt den festen Stand im gewachsenen Fels zu finden.

Der morgendliche Impuls, das gemeinsame Kochen und die langen gemeinsamen Abende, in denen es viel Zeit zu Diskutieren und Philosophieren gab, bildeten den Rahmen dieser Fahrt nach Ornans ins französische Jura. Schön war es – und hoffentlich geht es nächstes Jahr wieder los.

Die Freizeit Ornans war eine Kooperation zwischen dem Dekanat Rheingau-Taunus und dem Stadtjugendpfarramt Wiesbaden und wurde vom Arbeitskreis „Kirche und Sport“ gefördert.

Klettersteig
© Evangelisches Dekanat Rheingau-Taunus

Gemeinsam unterwegs – Gespräch des Arbeitskreises mit Kirchenpräsident Dr. Dr. h. c. Volker Jung

Am 18. Januar 2023 waren Vertreter*innen der beiden Arbeitskreise „Kirche und Sport“ bei Kirchenpräsident Dr. Dr. h. c. Volker Jung in Darmstadt zu Gast. Beim jährlichen Treffen ging es diesmal vor allem um den Zusammenschluss der Arbeitskreise der EKHN und der EKKW. Einen guten und regelmäßigen Austausch gibt es schon seit vielen Jahren, so wurden beispielsweise gemeinsame Fortbildungen organisiert. Die Kräfte sollen nun auch formal unter dem Dach der EKHN gebündelt werden.

Dr. Dr. Peter Noss überreichte Dr. Dr. h. c. Volker Jung ein Laufshirt zum Marathon Frankfurt: Auch im kommenden Jahr werden neben Interreligiösen Staffeln und Ökumenischem Gottesdienst die „Deutschen Kirchenmeisterschaften“ wieder in der Main-Stadt ausgetragen. Der 5. Sportethische Fachtag steht an und ein wissenschaftliches Symposium zur „Schönheit des Leibes“ am 4./5. November 2023 an der Universität Frankfurt.

Bei der (konstituierenden) Sitzung des Arbeitskreises am 15. März 2023 soll dann die neue Satzung des fusionierten Arbeitskreises beschlossen und ein neuer Vorstand gewählt werden.

Treffen mit Kirchenpräsident Volker Jung
© Peter Noss

#NichtUnsereWM - Die Fußball-WM in Katar 2022

Die Diskussion zur Fußball-WM in Katar ist sehr spät, aber doch noch in Gang gekommen. Die Broschüre, von Propst Oliver Albrecht angestoßen, hat eine gute Wirkung entfaltet und auch andere Kirchenvertreter sehen das ganze Ereignis inzwischen sehr viel kritischer als noch vor einigen Wochen. Der Eklat um die Armbinde mit den Regenbogenfarben bringt inzwischen auch den neuen Sportbeauftragten der EKD, Torsten Latzel, zu der Aussage: „Was wäre ich stolz auf den DFB gewesen, wenn er Strafe gezahlt hätte - gut angelegtes Geld! Es bringt nichts, Spieler T-Shirts mit "Human Rights" malen zu lassen, und jetzt zu kneifen.“ In der Tat – die FIFA offenbart sehr deutlich, welch Un-Geistes Kind sie ist. Allerdings ist die Armbinde ja schon die allerkleinste der möglichen Aktionen gewesen, mit dem da auf dem Platz ein Zeichen gesetzt werden sollte. Dass es mal wieder die Spieler richten sollten, ist nun auch kein Ruhmesblatt – gefordert sind vielmehr die Funktionäre in den Verbänden.

Die Broschüre „Macht hoch die Tür, die Toooor macht weit“ ist inzwischen weitgehend vergriffen - ein gutes Zeichen! Es gab auch sonst nicht sehr viel Material, das von Seiten der Kirchen kam. Am 15. November 2022, also kurz vor der WM, haben Peter Noss und Thorsten Lattki vom Deutschen Koordinierungsrat (DKR) der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit ein spannend-informatives Gespräch mit Benjamin Best geführt, der u. a. die ARD-Doku "Katar - WM der Schande" produziert hat (siehe ARD-Mediathek). Best recherchiert seit der Vergabe der WM 2010 zu den Fragen von Korruption bei der FIFA, zu der politischen Situation im Gastgeberland Katar, zur Frage der Menschen- und Arbeitsrechten. Insbesondere die Rolle von Präsident Infantino hat er unter die Lupe genommen. Demnächst ist das Gespräch auch nachschaubar auf der Seite www.deutscher-koordinierungsrat.de.

Wie also umgehen mit der WM in Katar?

Zur ausführlichen Berichterstattung

Evangelische Akademie
© Peter Noss
#NichtUnsereWM
© Peter Noss

„Auf die Straße – fertig – los!“

Messestand, Kirchenmeisterschaften, Gottesdienst und Staffeln beim Frankfurt Marathon 2022

Die Begeisterung war riesig, als die sechzehn Läuferinnen und Läufer der Interreligiösen Staffeln Hand in Hand in den Zielbereich der Alten Messe in Frankfurt einliefen. Links und rechts jubelten die Menschen, wie schon auf der gesamten Strecke.

Nach drei Jahren Pause wurde der Marathon pünktlich um 10.00 Uhr gestartet – endlich ging es wieder los, raus auf die Straßen der Metropole. Welch eine Freude und große Erleichterung bei den Teilnehmenden. Strahlendes Wetter machte die Bedingungen für die Läufe perfekt.

Am Vorabend wurden im Ökumenischen Gottesdienst im „Blauen Salon“ Armbänder mit dem Motto „Auf die Straße, fertig, los!“ und kleine Karten mit dem Sportlersegen verteilt. In der Predigt, die Pfarrer Dr. Peter Noss vom Zentrum Ökumene hielt, ging es um eine überraschende Begegnung zwischen dem ersten Diakon der entstehenden jüdisch-christlichen Gemeinde, Philippus, und dem Äthiopischen Finanzminister. Dieser war gerade auf der Rückreise aus Jerusalem, als er in seinem Wagen überraschend Besuch bekam. Sie sprachen über den Text aus einer Schriftrolle des Propheten Jesaja – über Gott und die Welt, über Solidarität und Perspektiven für die Menschheit. Die Interreligiösen Staffeln trugen die Botschaft von Frieden und Versöhnung dann auf die Straße hinaus, auch um ein klares Zeichen der Solidarität für die Opfer von Krieg und Gewalt in der Ukraine, im Iran und überall auf der Welt zu setzen.

Für den von Gabriele Braun und Peter Noss gestalteten Gottesdienst, der musikalisch vom Posaunenchor der Betlehemsgemeinde begleitet wurde, war schon den ganzen Samstag über auf dem Stand der Marathon-Messe geworben worden. Hier wurde auch der Film gezeigt, den das Team von Kirche und Sport aus Hessen im Vorjahr produziert hatte, um Hoffnung auf das kommende Jahr zu machen – diese Hoffnung erfüllte sich nun, insbesondere für die Läuferinnen und Läufer bei den erstmals in Frankfurt ausgetragenen Deutschen Kirchenmeisterschaften. Es siegte Patric Meinike von der LG Olympia Dortmund in einer Zeit von 2:39:14, Zweiter wurde Stefan Gockeln vom SuS Gehrden in 3:01:11 und Dritter Kevin Linke in 3:06:43. Bei den Frauen sicherte sich Laura Spranz von Spiridon Frankfurt den Sieg, gefolgt von Alexandra Schuster (3:40:50) und Claudia Eckart (3:39:41).

Frankfurt Marathon 2022
© Peter Noss
Frankfurt Marathon 2022
© Peter Noss
Frankfurt Marathon 2022
© Peter Noss

Bildergalerie

Mehr Eindrücke des Marathons finden Sie in der Bildergalerie.

Zwischen Boykott und Begeisterung

Die Fußball-WM in Katar zu Advent und Chanukka?!

Die Welt ist in Un-Ordnung durch Krieg, Pandemie und Klimakrise. In die Zeit von Chanukka und Advent (der auch eine Fastenzeit ist), drängt sich die Austragung des sportlichen Großereignisses der Fußball-WM in Katar – falscher Ort und falsche Zeit. Wie gehen wir in den Gemeinden und Gottesdiensten in Kirchen und Synagogen damit um? Während zu vielen anderen Gelegenheiten Begeisterung und Gastfreundlichkeit selbstverständlich waren, ist es diesmal eine Störung.

Es lohnt sich aber, diesen Impuls aufzunehmen und ihn mit den Texten aus den jüdischen Schabbat-Lesungen und den christlichen Perikopen für die Sonntage vom 1. bis 4. Advent ins Gespräch zu bringen. Auch deshalb, damit die Freude am Sport und am Fußball nicht verloren geht.

Neben den Beiträgen von Vertreter*innen aus dem Sport, den Kirchenleitungen und gesellschaftlichen Organisationen gibt es solche kritisch-analytischen Impuls-Texte von jüdischen und christlichen Theolog*innen, verfasst für die Arbeit in Synagoge und Kirche. Daran gearbeitet haben: Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens aus Darmstadt, der Geschäftsführer des Jüdischen Landesverbandes Württemberg Michael Rubinstein aus Stuttgart, Studierendenpfarrerin Dr. Kerstin Söderblom aus Mainz und Pfarrer Dr. Peter Noss aus Frankfurt vom Zentrum Ökumene.

Zum Download der Broschüre

Fußball-WM in Katar zu Advent und Chanukka
© gettyimages/Carsten C. Sommer

TEAM-Geist! startete beim Spessarthelden-Lauf

Hanna Bausch schnellste Läuferin in der Altersklasse U 14

Unter dem Motto „Laufen für Frieden und Verständigung“ beteiligte sich die Lauftruppe TEAM-Geist! der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Soden-Salmünster am Spessarthelden-Lauf gegen Gewalt, der zum zweiten Mal im Kurpark Bad Soden ausgerichtet worden war. 15 Teilnehmende aus der Kirchengemeinde stellten sich den Herausforderungen der fünf Kilometer langen Strecke, die über die Asphaltstraßen der Kurstadt und die Kinzigauen wieder zurück führte und setzten mit ihrer Teilnahme ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt.

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TEAM-Geist!
Abgekämpft, aber erfolgreich am Ziel: Die Lauftruppe TEAM-Geist! der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Soden-Salmünster. © Judith Czaplok

Reformationsgottesdienst in Mainz

Am 31. Oktober 2022 um 18.00 Uhr erwarteten Sie in der Christuskirche in Mainz (Kaiserstraße 56) unter anderem Kirchenpräsident Volker Jung, Stellvertretende Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf und Präses Birgit Pfeiffer sowie der  Bischof des Bistums Mainz, Peter Kohlgraf, zum Gottesdienst und zur Festveranstaltung. Für Musik sorgten der Bachchor und das Bachorchester Mainz unter der Leitung von Ralf Otto. Anschließend freuten wir uns auf Sie beim Empfang im Landesmuseum Mainz (Große Bleiche 49).

In dem traditionellen Gastbeitrag zum Reformationstag hat die ZDF-Sportmoderatorin Claudia Neumann die umstrittene Fußball-WM in Katar wenige Tage vor dem Anpfiff einem kritischen sportethischen Blick unter dem Titel „Fußball: Zwischen Leid und Seligkeit“ unterzogen. Neumann schrieb Fernsehgeschichte: 2016 kommentierte sie bei der Fußball-EM in Frankreich als erste Frau im deutschen Fernsehen Spiele der Männermannschaft. Dies löste hierzulande eine nie dagewesene Welle an Beschimpfungen und in der Folge eine bundesweite Sexismus-Debatte aus.

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„Auf die Straße – fertig – los!“ - Vorankündigung Frankfurt Marathon 2022

Gottesdienst, Deutsche Kirchenmeisterschaften und Interreligiöse Staffeln und zum Mainova Frankfurt Marathon 2022

Im letzten Jahr haben wir unter dem Stichwort "Mehr als Du läufst...!" einen Hoffnungsfilm gedreht: Seit drei Jahren warten Läufer*innen auf den Startschuss zum nächsten Marathon in den Straßen von Frankfurt! Am letzten Oktoberwochenende 2022 ist es endlich wieder soweit: „Auf die Straße – fertig – los“! Viele Menschen aus aller Welt haben sich vorbereitet. Innerlich und äußerlich sind sie bereit für den Start in den verschiedenen Kategorien: die volle Distanz über die gut 42 Kilometer, in einer der Staffeln, in der Sonderwertung „Deutsche Kirchenmeisterschaften“ oder bei den Kinderläufen am Samstag, den 29. Oktober 2022.

Noch einmal auftanken für Körper, Geist und Seele kann man beim Gottesdienst am Samstagabend um 18.00 Uhr im Blauen Salon in der Alten Messehalle, der ebenfalls unter dem Motto steht: „Auf die Straße – fertig – los!“. Gestaltet wird der Gottesdienst von Gabriele Braun (punctum Frankfurt) und Dr. Peter Noss (Zentrum Ökumene, Sportbeauftragter), der auch den inhaltlichen Impuls setzen wird. Spaß und gute Musik sind garantiert, wenn der Posaunenchor der Bethlehemgemeinde Ginnheim unter Leitung von Manfred Beutel aufspielt.

Informationen und Antworten rund um das Thema „Kirche und Sport“, ein kleines Läuferarmband und den Läufersegen bekommen Besucher*innen der Läufermesse am Samstag an unserem Stand ab 10.00 Uhr. Urkunden für die Läuferwertung der Deutschen Kirchenmeisterschaften können nach dem Ende der Veranstaltung online auf der Seite frankfurt-marathon.com abgerufen werden.

Frankfurt-Marathon
© Peter Noss
Frankfurt-Marathon
© Peter Noss
Frankfurt-Marathon
© Peter Noss

Marathon und Deutsche Kirchenmeisterschaften in Frankfurt 29. - 30. Oktober 2022 - Unterstützungsaufruf

Am letzten Oktoberwochenende wird nach einer pandemiebedingten Durststrecke von zwei Jahren wieder der MAINOVA Frankfurt Marathon stattfinden. Bereits am Samstag, 29. Oktober 2022, wird der Arbeitskreis "Kirche und Sport" mit einem Stand auf der Lauf-Messe vertreten sein. Um 18.00 Uhr beginnt der Ökumenische Gottesdienst im Blauen Saal der Alten Messehalle, den Gabriele Brau und Peter Noss vorbereiten - voraussichtlich wird Kirchenpräsident Dr. Volker Jung die Predigt halten.

Am Sonntag, 30. Oktober 2022, werden wieder Einzelläufer und Staffeln auch in der Sonderwertung der "Deutschen Kirchenmeisterschaften" an den Start gehen, darunter auch die traditionellen "Interreligiösen Staffeln", die in gelb-blauen Trikots für "Frieden und Verständigung" werben.

Anmeldungen zu den Deutschen Kirchenmeisterschaften sind möglich auf der Website des Veranstalters. Auf dieser Seite werden nach Ende der Veranstaltung auch entsprechende Urkunden zur Verfügung gestellt.

Als Hoffnungsfilm zum Marathon 2022 ist nach wie vor zu empfehlen der Film "Mehr als Du läufst...!".

Unterstützung gesucht

Geplant sind ein Gottesdienst am Vorabend um 18.00 Uhr, die interreligiösen Staffeln, die Deutschen Kirchenmeisterschaften und ein Stand auf dem Markt (Freitag, Samstag).

Bei allem sind Mithilfe und Mitwirken der Mitstreiter*innen im Bereich von Kirche und Sport gefragt: Wer kann sich z. B. vorstellen, für eine bis zwei Stunden den Stand auf der Marathon-Messe/Messegelände Frankfurt mit zu betreuen, insbesondere am Samstag? Und wer kennt jemanden, den wir dazu noch fragen könnten? Denn das geht nur, wenn wir es auf möglichst vielen Schultern verteilen.

Wir bitten um schnellstmögliche Rückmeldung an peter.noss(at)ekhn.de.

Marathon
© Peter Noss

Marathon-Pfarrer Dirk Stoll jetzt auch Blinden-Guide

Am 25. Juni 2022 nahm Dirk Stoll in Marburg an einer von der dortigen BLISTA, dem „Bundesweiten Kompetenzzentrum für Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung“, organisierten Fortbildung teil. Dabei wurden durch den Rehabilitationslehrer und Optiker Christian Gerhold Kenntnisse über verschiedene Stufen von Sehbehinderung und Blindheit vermittelt, bevor die Teilnehmer zunächst allgemeine Techniken der Führung von Sehbehinderten und Blinden ausprobieren konnten; dabei wurden mit Masken bzw. Brillen mit entsprechenden Gläsern verschiedene Beeinträchtigungen simuliert, wie etwa eine extreme Visus-Verschlechterung oder Retinitis Pigmentosa, der sogenannte „Tunnelblick“.

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Blinden-Guide
Dirk Stoll mit Heike Sokoll, der Inklusionsbeauftragten des Sportkreises Region Kassel. © Dirk Stoll

Basketball: Sport- und Bewegungsräume schaffen!

Am 9. und 10. Juni 2022 fand in Frankfurt die Fortbildung der Arbeitskreise Kirche und Sport Hessen statt. Als Kooperationspartner waren die Fraport Skyliners Frankfurt und der Landessportbund Hessen am Start.

Neben der Sportpraxis mit dem Fokus auf Basketball mit Kindern und Jugendlichen gab es Vorträge und Gespräche zu den Projekten, die bei den Skyliners und beim Basketball-Landesverband Hessen durchgeführt werden (siehe auch Veranstaltungsflyer (PDF-Download)). 3x3 Basketball ist eine Variante, gespielt von jeweils 3 Spieler*innen auf einen Korb, ist inzwischen olympisch. Die Gruppen organisieren sich selbst, z. B. am Hafenpark in der Nähe der EZB. Philipp Wohlrab und Thorsten De Souza von EZBBasketball organisieren ehrenamtlich und ohne Verein die Szene und führen Gespräche mit der Stadt Frankfurt und anderen Organisationen, damit z. B. die Plätze instandgehalten werden. Sie melden ihre Teams aber auch zu den Turnieren an, die vom Landesverband in ganz Hessen angeboten werden, wie deren Geschäftsführerin Heide Aust erzählte: gar nicht einfach für einen Verband, der eigentlich mit der Gewinnung von Mitgliedern beschäftigt ist Nora Schlange-Schöningen von den Fraport Skyliners berichtete von dem Projekt Basketball macht Schule: 100 wöchentliche AGs werden in ganz Frankfurt angeboten. Ein besonderer Akzent liegt auf dem Projekt, das sich mit der Verknüpfung von Sport und kultureller Bildung beschäftigt: Basketball und Tanz werden in Beziehung gebracht. Die Aufgabe der Kirchen könnte sein, sich an diesen Projekten zu beteiligen, indem Plätze zur Verfügung gestellt werden oder die Angebote in Kindergärten oder Konfi-Gruppen zu vermitteln.

Albert Mehl zeichnete die Geschichte des Basketballs nach, der im Umfeld des nord-amerikanischen YMCA entstanden ist, um – ähnlich dem Volleyball – ein körperloses, faires Spiel anbieten zu können. Jedoch hat sich dieser Sport weit von seinen Ursprüngen entfernt und ein Eigenleben entwickelt. 1936 wurde es erstmals olympisch und erlebte dadurch auch in Deutschland einen gewissen Aufschwung ausgerechnet im militärischen Kontext.

Bernd Brinkmann, stellvertretender Leiter des Olympia-Stützpunktes Hessen in Frankfurt, sensibilisierte gemeinsam mit dem Skyliner-Spieler Jordan Samare zu dem Thema der „dualen Karriere“: Es geht darum, dass die Sportler*innen in ihren Sportarten mit geringen finanziellen Möglichkeiten umgehen müssen und zugleich über die Frage nachdenken, wie es nach dem Sport weitergeht ...

Basketball-Fortbildung
© Yannick Binas, FRAPORT SKYLINERS

Ökumenischer Gottesdienst zum DFB-Pokalfinale in Berlin

Die katholische Kirche und die evangelische Kirche in Deutschland haben zum 21. Mai 2022 vor dem DFB-Pokalfinale wieder wie in den Jahren vor der Pandemie gemeinsam mit Vertretern des Deutschen Fußballbundes (DFB), Fans und freiwilligen Helfern in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin unter dem Thema „Entscheidend ist auf’m Platz?“ einen ökumenischen Gottesdienst gefeiert. Vorbereitet haben den Gottesdienst Elisabeth Keilmann, beauftragt für Sport-und Olympia-Seelsorge der Deutschen Bischofskonferenz, Inga Rohoff und Dr. Peter Noss vom Vorstand Kirche und Sport der EKD.

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Gottesdienst in der Gedächtniskirche
© Peter Noss

Sportliche Ehre: Buber-Rosenzweig-Medaille 2022 an Peter Fischer und Makkabi Deutschland

Bei der zentralen Eröffnung der „Woche der Brüderlichkeit“ sind am 6. März 2022 in Osnabrück der Präsident des Sportclubs Eintracht Frankfurt, Peter Fischer, und der jüdische Sportverband Makkabi Deutschland mit der Buber-Rosenzweig-Medaille geehrt worden. Fischer hat sich mit seiner klaren Haltung gegen rechts, Antisemitismus und Rassismus einen Namen gemacht, erklärte der Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Makkabi Deutschland steht als herausragendes Beispiel dafür, Sport als Brücke zwischen Menschen zu sehen. Alon Mayer, Präsident von Makkabi und Peter Fischer nahmen die Preise in Empfang.

Ein Materialheft mit dem Titel "Fairplay - jeder Mensch zählt", in dem u. a. Yehoshua Ahrens und Peter Noss Beiträge verfasst haben, ist auf der Website des DKR zu bestellen.

Anfang Juni 2022 trat der 2020 neu gegründete "FC Religionen" aus Anlass der Preisverleihung zu einem Freundschaftsspiel gegen eine Ehrenformation des VfL Osnabrück an.

4. Sportethischer Fachtag: Es ist wichtig "Haltung" zu haben

Der vierte Sportethische Fachtag in Frankfurt beschäftigte sich mit den Werten des Sports „Zwischen Kultur und Kommerz".

Fast schon im Gehen sagte Axel Hellmann „Schade, dass es solche Treffen nur alle vier, fünf Jahre gibt. Die müsste es öfters geben."

Der Vorstandssprecher des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt muss es einschätzen können. Denn mit dem Profi-Club vom Main befindet sich Hellmann „zwischen traditionsbewusster Wertegemeinschaft und modernem Hochfrequenzbetrieb", wie auch der Titel seines „Impulses" bei diesem Treffen lautete. Womit er trefflich das Motto des 4. Sportethischen Fachtags der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) traf. Denn die Hybrid-Veranstaltung in der Evangelischen Akademie in Frankfurt hatte den Titel „Zwischen Kultur und Kommerz - Was ist der Sport uns Wert?".

Zur ausführlichen Berichterstattung von Albert Mehl

4. Sportethischer Fachtag
Im regen Gespräch (von links) Axel Hellmann, Eugen Eckert und Dr. Volker Jung. © EKHN/Volker Rahn

Neukonstituierung des Arbeitskreises Kirche und Sport

Der Arbeitskreis „Kirche und Sport“ der EKD hat sich bei der Vertreter*innen-Versammlung in Oldenburg am 11./12. November 2021 neu konstituiert. Nach einem Besuch bei den EWE Baskets und einer Bosel-Stadtführung in Oldenburg trafen sich die Repräsentant*innen der Landesarbeitskreise und des CVJM in der Bildungsstätte Rastede, um über die künftige Ausrichtung zu beraten und einen neuen Vorstand zu wählen:

Thomas Weber, Inga Rohoff, Henrik Struve, Peter Noss (für die EKHN), Christian Bode und Saskia von Münster. Nicht auf dem Bild ist der Vertreter des CVJM, Klaus Schmidt.

Weitere Informationen

© Peter Noss

Mehr als Du läufst! – ein Hoffnungsfilm zum Mainova Marathon Frankfurt 2021

Zuletzt fand das Laufevent 2019 statt, knapp 30.000 Läufer*innen nahmen teil. Wie schon im Vorjahr muss der Frankfurt-Marathon auch 2021 coronabedingt ausfallen – er hätte am 31. Oktober stattfinden sollen, zeitgleich mit Reformationstag.

Der Arbeitskreis „Kirche und Sport“ der Evangelischen Kirche Hessen und Nassau (EKHN), der sonst am Vorabend des Laufes einen ökumenischen Gottesdienst anbietet und interreligiöse Staffeln für Frieden und Verständigung organisiert, hat nun einen Hoffnungsfilm gedreht. Motto: „Mehr als du läufst ...!“. Er macht deutlich, was Laufen individuell und für die Gemeinschaft bedeutet, was die spirituelle Dimension ist, warum es eine gute Perspektive gibt. Der Geschäftsführer des Veranstalters, Jo Schindler, kommt ebenso zu Wort wie EKHN-Kirchenpräsident Dr. Volker Jung, Gabriele Braun und Dr. Peter Noss von „Kirche und Sport“.

Zum YouTube-Video

Fußball verbindet – FC Religionen Frankfurt

In dem Anfang 2020 in Frankfurt am Main gegründeten FC Religionen spielen Angehörige unterschiedlicher Religionen, darunter Pfarrpersonen, Priester, Imame und Rabbiner, zusammen Fußball. Im Training und in Spielen gegen andere Teams aus Politik und Gesellschaft erhält der interreligiöse Dialog eine konkrete Form. Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Blick z. B. auf ethische Fragen werden zum Thema.

Die Idee für ein gemeinsames Team der Religionen steht im Kontext ähnlicher Initiativen z. B. in der Schweiz (FC Weltreligionen Bern, FC Religionen Zürich) oder in Deutschland (Fußballturnier der Religionen Dortmund, Spiel Pfarrer-Imame Berlin, Interreligiöse Staffeln beim Frankfurt Marathon).

Die Betonung von Gemeinsamkeiten, die Freude am Spiel und der Begegnung stehen für einen gelebten interreligiösen Dialog – nicht nur auf dem Fußballplatz.

Der FC Religionen hat sich zum Ziel gesetzt, Menschen mit unterschiedlichen religiösen und kulturellen Hintergründen über Sport, Spiel und Wettkampf zusammenzubringen und öffentlich Zeichen zu setzen. Nach der Phase der Pandemie sind ab Herbst Trainingseinheiten auf dem Gelände von Makkabi Frankfurt geplant. Ein Spiel aus Anlass der Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille an Peter Fischer (Präsident Eintracht Frankfurt) und Makkabi Deutschland im März 2022 in Osnabrück gegen die Traditionsmannschaft vom VfL Osnabrück geplant.

Ansprechpartner: Dr. Jehoshua Ahrens, Dr. Peter Noss

FC Religionen
© Peter Noss

Erstes Aufeinandertreffen: Hessische Pfarrer gewinnen Fußballspiel gegen Imame-Auswahl

Seit zwei Jahren liefen die Vorbereitungen zu dieser Begegnung in Frankfurt-Griesheim. Ibrahim Gülsever vom Islamrat Hessen hatte Anfang 2020 den ersten Impuls gegeben. Andreas Hermann vom Zentrum Ökumene und Peter Noss, Ökumenepfarrer in der Wetterau und im Vorstand des Arbeitskreises „Kirche und Sport“, haben den Ball gern aufgegriffen. Allein die Pandemie verhinderte lange Zeit einen echten Kick. Am 5. September 2021 war es nun so weit: bei besten äußeren Bedingungen war um 17.00 Uhr Anpfiff: sieben Pfarrer auf der einen, sieben Imame auf der anderen Seite.

Die Idee hinter dem Spiel ist es, sich auf spielerische, freundschaftliche Weise zu begegnen und einander kennenzulernen. Beim Sport geht es nicht zuerst um komplizierte Fragen, sondern zuerst um den Ball. Alles Weitere kommt dann später dazu. 

In der Anfangsphase war das Spiel noch ausgeglichen, die Imame gingen zweimal in Führung, doch das Pfarrerteam konnte jeweils ausgleichen, zur Halbzeit stand es 5:2 für die Pfarrer, deren bessere Kondition am Ende zu einem deutlichen 16:4 verhalf. In dem äußerst fairen Spiel hatte der Schiedsrichter wenig zu tun. Am Ende waren alle Beteiligten zufrieden: Beim anschließenden Essen im Hof der Griesheimer Moschee direkt gegenüber des Platzes wurde verabredet, ein weiteres Spiel dann vor einem größeren Publikum zu organisieren.

© Peter Noss

Bildergalerie

Mehr Eindrücke des Spiels finden Sie in der Bildergalerie.

Neuerscheinung: „CrossMove: Sport bewegt Menschen.“

Soeben erschienen

Henrik Struve/Saskia von Münster (Hg.) CrossMove: Sport bewegt Menschen.
Eine Chance für Gemeinden und Verbände, Stuttgart 2021

Mit hessischen Beiträgen u. a. von Peter Noss, Eugen Eckert, Michael Roth

Aus der Einleitung

„Sport has the power to change the world“ (Nelson Mandela)

„Mit CrossMove wollen wir diese guten Spuren verstärken, die Sport bei uns Menschen hinterlässt und die durch unser Mitwirken bei anderen entstehen. Wir beleuchten den Sport in seiner schönsten Dimension – in der Vielfalt von Bewegung, Spiel und Körpererfahrung. Aber nicht nur das. Wir machen eine „Kreuz-Bewegung“, die querläuft und so neue, wertvolle Perspektiven eröffnet. Mit CrossMove wagen wir Gedankenspiele, lassen zahlreiche Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Bereichen zu Wort kommen, zeichnen ein großes Bild, das zwei gesellschaftliche Welten zusammenbringt, die auf den ersten Blick für viele nicht kompatibel erscheinen: „Kirche“ und „Sport“.

Kirche und Sport – passt das zusammen? Gemeinsam mit allen Autorinnen und Autoren sind wir davon überzeugt. Es handelt sich dabei nicht um eine neue Idee. Sie soll mit CrossMove aber neu fassbar und erfahrbar werden. Denn bereits seit vielen Jahrzehnten profitieren die Organisationen – und damit die Menschen – beider Kontexte voneinander, fließen inhaltliche Überlegungen aus Theologie und Sportwissenschaft immer wieder zusammen ... CrossMove ist ein wegweisendes Handbuch, das die Chancen des Sports erstmals für Gemeinden und Verbände in Theorie und Praxis gebündelt entfaltet. CrossMove motiviert, selbst in Bewegung zu kommen und andere zu bewegen. Aus gutem Grund.“

Cross Move Buchcover
© Verlag buch+musik

„Das Spiel gedreht“ – Oster-Mitmach-Gottesdienst „Kirche und Sport“ mit den Basketballer*innen der FRAPORT SKYLINERS

Ein Team des Arbeitskreises Kirche und Sport der EKHN hat einen Mitmach-Gottesdienst für Kleine und (ganz) Große entwickelt. Basketball und Christsein werden miteinander ins Gespräch gebracht. Inhaltlich geht es darum: Mit Niederlagen umzugehen, will gelernt sein! So ging es denjenigen, die so lange mit Jesus unterwegs waren und aushalten mussten, dass er am Kreuz gestorben war. Und dann wird das Spiel gedreht und aus der Niederlage wird ein Triumph über den Tod: Ostern ist das Fest des Lebens!

Diese erstaunliche Geschichte wird im Gottesdienst erzählt. Und auch von einem anderen Wunder, das im Sport immer wieder mal passiert: ein verloren geglaubtes Spiel wird doch noch gedreht. Da entsteht Freude pur – wie auch beim Osterfest.

Einen Rückblick auf den Oster-Mitmach-Gottesdienst „Kirche und Sport“ mit den Basketballer*innen der FRAPORT SKYLINERS am Ostersonntag 2021 gibt ein Video auf YouTube.

Mit dabei waren u. a.: Marco Völler und das Maskottchen Dunking Kong.

Kirche in der Arena - im Deutsche Bank Park

Am 18.01.2007 wurde die Kapelle in der Commerzbank Arena feierlich eröffnet. Weitere Informationen erhalten Sie bei Pfarrer Eugen Eckert, der die Kapelle mit einem halben Dienstauftrag betreut, und unter Kirche in der Arena.