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Newsarchiv des Arbeitskreises Kirche und Sport

Das Newsarchiv enthält frühere Berichte des „Arbeitskreises Kirche und Sport in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau“.

Basketball: Sport- und Bewegungsräume schaffen!

Am 9. und 10. Juni 2022 fand in Frankfurt die Fortbildung der Arbeitskreise Kirche und Sport Hessen statt. Als Kooperationspartner waren die Fraport Skyliners Frankfurt und der Landessportbund Hessen am Start.

Neben der Sportpraxis mit dem Fokus auf Basketball mit Kindern und Jugendlichen gab es Vorträge und Gespräche zu den Projekten, die bei den Skyliners und beim Basketball-Landesverband Hessen durchgeführt werden (siehe auch Veranstaltungsflyer (PDF-Download)). 3x3 Basketball ist eine Variante, gespielt von jeweils 3 Spieler*innen auf einen Korb, ist inzwischen olympisch. Die Gruppen organisieren sich selbst, z. B. am Hafenpark in der Nähe der EZB. Philipp Wohlrab und Thorsten De Souza von EZBBasketball organisieren ehrenamtlich und ohne Verein die Szene und führen Gespräche mit der Stadt Frankfurt und anderen Organisationen, damit z. B. die Plätze instandgehalten werden. Sie melden ihre Teams aber auch zu den Turnieren an, die vom Landesverband in ganz Hessen angeboten werden, wie deren Geschäftsführerin Heide Aust erzählte: gar nicht einfach für einen Verband, der eigentlich mit der Gewinnung von Mitgliedern beschäftigt ist Nora Schlange-Schöningen von den Fraport Skyliners berichtete von dem Projekt Basketball macht Schule: 100 wöchentliche AGs werden in ganz Frankfurt angeboten. Ein besonderer Akzent liegt auf dem Projekt, das sich mit der Verknüpfung von Sport und kultureller Bildung beschäftigt: Basketball und Tanz werden in Beziehung gebracht. Die Aufgabe der Kirchen könnte sein, sich an diesen Projekten zu beteiligen, indem Plätze zur Verfügung gestellt werden oder die Angebote in Kindergärten oder Konfi-Gruppen zu vermitteln.

Albert Mehl zeichnete die Geschichte des Basketballs nach, der im Umfeld des nord-amerikanischen YMCA entstanden ist, um – ähnlich dem Volleyball – ein körperloses, faires Spiel anbieten zu können. Jedoch hat sich dieser Sport weit von seinen Ursprüngen entfernt und ein Eigenleben entwickelt. 1936 wurde es erstmals olympisch und erlebte dadurch auch in Deutschland einen gewissen Aufschwung ausgerechnet im militärischen Kontext.

Bernd Brinkmann, stellvertretender Leiter des Olympia-Stützpunktes Hessen in Frankfurt, sensibilisierte gemeinsam mit dem Skyliner-Spieler Jordan Samare zu dem Thema der „dualen Karriere“: Es geht darum, dass die Sportler*innen in ihren Sportarten mit geringen finanziellen Möglichkeiten umgehen müssen und zugleich über die Frage nachdenken, wie es nach dem Sport weitergeht ...

Basketball-Fortbildung
© Yannick Binas, FRAPORT SKYLINERS

Ökumenischer Gottesdienst zum DFB-Pokalfinale in Berlin

Die katholische Kirche und die evangelische Kirche in Deutschland haben zum 21. Mai 2022 vor dem DFB-Pokalfinale wieder wie in den Jahren vor der Pandemie gemeinsam mit Vertretern des Deutschen Fußballbundes (DFB), Fans und freiwilligen Helfern in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin unter dem Thema „Entscheidend ist auf’m Platz?“ einen ökumenischen Gottesdienst gefeiert. Vorbereitet haben den Gottesdienst Elisabeth Keilmann, beauftragt für Sport-und Olympia-Seelsorge der Deutschen Bischofskonferenz, Inga Rohoff und Dr. Peter Noss vom Vorstand Kirche und Sport der EKD.

Zur ausführlichen Berichterstattung

Gottesdienst in der Gedächtniskirche
© Peter Noss

Sportliche Ehre: Buber-Rosenzweig-Medaille 2022 an Peter Fischer und Makkabi Deutschland

Bei der zentralen Eröffnung der „Woche der Brüderlichkeit“ sind am 6. März 2022 in Osnabrück der Präsident des Sportclubs Eintracht Frankfurt, Peter Fischer, und der jüdische Sportverband Makkabi Deutschland mit der Buber-Rosenzweig-Medaille geehrt worden. Fischer hat sich mit seiner klaren Haltung gegen rechts, Antisemitismus und Rassismus einen Namen gemacht, erklärte der Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Makkabi Deutschland steht als herausragendes Beispiel dafür, Sport als Brücke zwischen Menschen zu sehen. Alon Mayer, Präsident von Makkabi und Peter Fischer nahmen die Preise in Empfang.

Ein Materialheft mit dem Titel "Fairplay - jeder Mensch zählt", in dem u. a. Yehoshua Ahrens und Peter Noss Beiträge verfasst haben, ist auf der Website des DKR zu bestellen.

Anfang Juni 2022 trat der 2020 neu gegründete "FC Religionen" aus Anlass der Preisverleihung zu einem Freundschaftsspiel gegen eine Ehrenformation des VfL Osnabrück an.

4. Sportethischer Fachtag: Es ist wichtig "Haltung" zu haben

Der vierte Sportethische Fachtag in Frankfurt beschäftigte sich mit den Werten des Sports „Zwischen Kultur und Kommerz".

Fast schon im Gehen sagte Axel Hellmann „Schade, dass es solche Treffen nur alle vier, fünf Jahre gibt. Die müsste es öfters geben."

Der Vorstandssprecher des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt muss es einschätzen können. Denn mit dem Profi-Club vom Main befindet sich Hellmann „zwischen traditionsbewusster Wertegemeinschaft und modernem Hochfrequenzbetrieb", wie auch der Titel seines „Impulses" bei diesem Treffen lautete. Womit er trefflich das Motto des 4. Sportethischen Fachtags der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) traf. Denn die Hybrid-Veranstaltung in der Evangelischen Akademie in Frankfurt hatte den Titel „Zwischen Kultur und Kommerz - Was ist der Sport uns Wert?".

Zur ausführlichen Berichterstattung von Albert Mehl

4. Sportethischer Fachtag
Im regen Gespräch (von links) Axel Hellmann, Eugen Eckert und Dr. Volker Jung. © EKHN/Volker Rahn

Neukonstituierung des Arbeitskreises Kirche und Sport

Der Arbeitskreis „Kirche und Sport“ der EKD hat sich bei der Vertreter*innen-Versammlung in Oldenburg am 11./12. November 2021 neu konstituiert. Nach einem Besuch bei den EWE Baskets und einer Bosel-Stadtführung in Oldenburg trafen sich die Repräsentant*innen der Landesarbeitskreise und des CVJM in der Bildungsstätte Rastede, um über die künftige Ausrichtung zu beraten und einen neuen Vorstand zu wählen:

Thomas Weber, Inga Rohoff, Henrik Struve, Peter Noss (für die EKHN), Christian Bode und Saskia von Münster. Nicht auf dem Bild ist der Vertreter des CVJM, Klaus Schmidt.

Weitere Informationen

© Peter Noss

Mehr als Du läufst! – ein Hoffnungsfilm zum Mainova Marathon Frankfurt 2021

Zuletzt fand das Laufevent 2019 statt, knapp 30.000 Läufer*innen nahmen teil. Wie schon im Vorjahr muss der Frankfurt-Marathon auch 2021 coronabedingt ausfallen – er hätte am 31. Oktober stattfinden sollen, zeitgleich mit Reformationstag.

Der Arbeitskreis „Kirche und Sport“ der Evangelischen Kirche Hessen und Nassau (EKHN), der sonst am Vorabend des Laufes einen ökumenischen Gottesdienst anbietet und interreligiöse Staffeln für Frieden und Verständigung organisiert, hat nun einen Hoffnungsfilm gedreht. Motto: „Mehr als du läufst ...!“. Er macht deutlich, was Laufen individuell und für die Gemeinschaft bedeutet, was die spirituelle Dimension ist, warum es eine gute Perspektive gibt. Der Geschäftsführer des Veranstalters, Jo Schindler, kommt ebenso zu Wort wie EKHN-Kirchenpräsident Dr. Volker Jung, Gabriele Braun und Dr. Peter Noss von „Kirche und Sport“.

Zum YouTube-Video

Fußball verbindet – FC Religionen Frankfurt

In dem Anfang 2020 in Frankfurt am Main gegründeten FC Religionen spielen Angehörige unterschiedlicher Religionen, darunter Pfarrpersonen, Priester, Imame und Rabbiner, zusammen Fußball. Im Training und in Spielen gegen andere Teams aus Politik und Gesellschaft erhält der interreligiöse Dialog eine konkrete Form. Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Blick z. B. auf ethische Fragen werden zum Thema.

Die Idee für ein gemeinsames Team der Religionen steht im Kontext ähnlicher Initiativen z. B. in der Schweiz (FC Weltreligionen Bern, FC Religionen Zürich) oder in Deutschland (Fußballturnier der Religionen Dortmund, Spiel Pfarrer-Imame Berlin, Interreligiöse Staffeln beim Frankfurt Marathon).

Die Betonung von Gemeinsamkeiten, die Freude am Spiel und der Begegnung stehen für einen gelebten interreligiösen Dialog – nicht nur auf dem Fußballplatz.

Der FC Religionen hat sich zum Ziel gesetzt, Menschen mit unterschiedlichen religiösen und kulturellen Hintergründen über Sport, Spiel und Wettkampf zusammenzubringen und öffentlich Zeichen zu setzen. Nach der Phase der Pandemie sind ab Herbst Trainingseinheiten auf dem Gelände von Makkabi Frankfurt geplant. Ein Spiel aus Anlass der Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille an Peter Fischer (Präsident Eintracht Frankfurt) und Makkabi Deutschland im März 2022 in Osnabrück gegen die Traditionsmannschaft vom VfL Osnabrück geplant.

Ansprechpartner: Dr. Jehoshua Ahrens, Dr. Peter Noss

FC Religionen
© Peter Noss

Erstes Aufeinandertreffen: Hessische Pfarrer gewinnen Fußballspiel gegen Imame-Auswahl

Seit zwei Jahren liefen die Vorbereitungen zu dieser Begegnung in Frankfurt-Griesheim. Ibrahim Gülsever vom Islamrat Hessen hatte Anfang 2020 den ersten Impuls gegeben. Andreas Hermann vom Zentrum Ökumene und Peter Noss, Ökumenepfarrer in der Wetterau und im Vorstand des Arbeitskreises „Kirche und Sport“, haben den Ball gern aufgegriffen. Allein die Pandemie verhinderte lange Zeit einen echten Kick. Am 5. September 2021 war es nun so weit: bei besten äußeren Bedingungen war um 17.00 Uhr Anpfiff: sieben Pfarrer auf der einen, sieben Imame auf der anderen Seite.

Die Idee hinter dem Spiel ist es, sich auf spielerische, freundschaftliche Weise zu begegnen und einander kennenzulernen. Beim Sport geht es nicht zuerst um komplizierte Fragen, sondern zuerst um den Ball. Alles Weitere kommt dann später dazu. 

In der Anfangsphase war das Spiel noch ausgeglichen, die Imame gingen zweimal in Führung, doch das Pfarrerteam konnte jeweils ausgleichen, zur Halbzeit stand es 5:2 für die Pfarrer, deren bessere Kondition am Ende zu einem deutlichen 16:4 verhalf. In dem äußerst fairen Spiel hatte der Schiedsrichter wenig zu tun. Am Ende waren alle Beteiligten zufrieden: Beim anschließenden Essen im Hof der Griesheimer Moschee direkt gegenüber des Platzes wurde verabredet, ein weiteres Spiel dann vor einem größeren Publikum zu organisieren.

© Peter Noss

Bildergalerie

Mehr Eindrücke des Spiels finden Sie in der Bildergalerie.

Neuerscheinung: „CrossMove: Sport bewegt Menschen.“

Soeben erschienen

Henrik Struve/Saskia von Münster (Hg.) CrossMove: Sport bewegt Menschen.
Eine Chance für Gemeinden und Verbände, Stuttgart 2021

Mit hessischen Beiträgen u. a. von Peter Noss, Eugen Eckert, Michael Roth

Aus der Einleitung

„Sport has the power to change the world“ (Nelson Mandela)

„Mit CrossMove wollen wir diese guten Spuren verstärken, die Sport bei uns Menschen hinterlässt und die durch unser Mitwirken bei anderen entstehen. Wir beleuchten den Sport in seiner schönsten Dimension – in der Vielfalt von Bewegung, Spiel und Körpererfahrung. Aber nicht nur das. Wir machen eine „Kreuz-Bewegung“, die querläuft und so neue, wertvolle Perspektiven eröffnet. Mit CrossMove wagen wir Gedankenspiele, lassen zahlreiche Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Bereichen zu Wort kommen, zeichnen ein großes Bild, das zwei gesellschaftliche Welten zusammenbringt, die auf den ersten Blick für viele nicht kompatibel erscheinen: „Kirche“ und „Sport“.

Kirche und Sport – passt das zusammen? Gemeinsam mit allen Autorinnen und Autoren sind wir davon überzeugt. Es handelt sich dabei nicht um eine neue Idee. Sie soll mit CrossMove aber neu fassbar und erfahrbar werden. Denn bereits seit vielen Jahrzehnten profitieren die Organisationen – und damit die Menschen – beider Kontexte voneinander, fließen inhaltliche Überlegungen aus Theologie und Sportwissenschaft immer wieder zusammen ... CrossMove ist ein wegweisendes Handbuch, das die Chancen des Sports erstmals für Gemeinden und Verbände in Theorie und Praxis gebündelt entfaltet. CrossMove motiviert, selbst in Bewegung zu kommen und andere zu bewegen. Aus gutem Grund.“

Cross Move Buchcover
© Verlag buch+musik

„Das Spiel gedreht“ – Oster-Mitmach-Gottesdienst „Kirche und Sport“ mit den Basketballer*innen der FRAPORT SKYLINERS

Ein Team des Arbeitskreises Kirche und Sport der EKHN hat einen Mitmach-Gottesdienst für Kleine und (ganz) Große entwickelt. Basketball und Christsein werden miteinander ins Gespräch gebracht. Inhaltlich geht es darum: Mit Niederlagen umzugehen, will gelernt sein! So ging es denjenigen, die so lange mit Jesus unterwegs waren und aushalten mussten, dass er am Kreuz gestorben war. Und dann wird das Spiel gedreht und aus der Niederlage wird ein Triumph über den Tod: Ostern ist das Fest des Lebens!

Diese erstaunliche Geschichte wird im Gottesdienst erzählt. Und auch von einem anderen Wunder, das im Sport immer wieder mal passiert: ein verloren geglaubtes Spiel wird doch noch gedreht. Da entsteht Freude pur – wie auch beim Osterfest.

Einen Rückblick auf den Oster-Mitmach-Gottesdienst „Kirche und Sport“ mit den Basketballer*innen der FRAPORT SKYLINERS am Ostersonntag 2021 gibt ein Video auf YouTube.

Mit dabei waren u. a.: Marco Völler und das Maskottchen Dunking Kong.

Kirche in der Arena - im Deutsche Bank Park

Am 18.01.2007 wurde die Kapelle in der Commerzbank Arena feierlich eröffnet. Weitere Informationen erhalten Sie bei Pfarrer Eugen Eckert, der die Kapelle mit einem halben Dienstauftrag betreut, und unter Kirche in der Arena.