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Die Einladung

von Peter Röder (35236 Breidenbach-Oberdieten)

Predigtdatum : 20.06.2004
Lesereihe : ohne Zuordnung
Predigttag im Kirchenjahr : 1. Sonntag nach Trinitatis
Textstelle : Epheser 2,17-22
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Wochenspruch:

Christus spricht: Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. (Matthäus 11,28)

Psalm: 36,6-11 (EG 719)

Lesungen

Altes Testament:
Jesaja 55,1-3b.(3c-5)
Epistel:
Epheser 2,17-22
Evangelium:
Lukas 14,(15).16-24

Liedvorschläge

Eingangslied:
EG 168
Du hast uns, Herr, gerufen
Wochenlied:
EG 250
oder EG 363
Ich lobe dich von ganzer Seelen
Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn
Predigtlied:
EG 213
Kommt her, ihr seid geladen
Schlusslied:
EG 289,5
Sei Lob und Preis mit Ehren

17 Christus ist gekommen und hat im Evangelium Frieden verkündigt euch, die ihr fern wart, und Frieden denen, die nahe waren. 18 Denn durch ihn haben wir alle beide in einem Geist den Zugang zum Vater.
19 So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen, 20 erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist, 21 auf welchem der ganze Bau ineinander gefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn. 22 Durch ihn werdet auch ihr mit erbaut zu einer Wohnung Gottes im Geist.

Vorbemerkung: Die Bilder des Bibeltextes wurden mit lokalen Gegebenheiten in Zusammenhang gebracht. Wer den Predigtvorschlag verwenden möchte, sollte selbstverständlich an den entsprechenden Stellen auf die Gegebenheiten seiner Region oder seines Kirchen- oder Gemeindehausbaus eingehen.
Die Lesung des Predigttextes während der Predigt erfolgt nach der „Guten Nachricht“, denn die Lutherübersetzung überträgt den Schlüsselbegriff „Schlussstein“ mit „Eckstein“. Ich wähle hier trotz beider Möglichkeiten den ersten Begriff.

Liebe Gemeinde,
an den sommerlich schönen Tagen, besonders auch an den Wochenenden, strömen viele Menschen ins Freie. Überall kann man Menschen spazieren gehen sehen, wandern, Rad fahren - darunter auch viele Kinder. Viele drehen ohne Ziel ihre Runden, tun etwas für die Gesundheit, oder einfach um das schöne Wetter zu genießen.
Unsere Familie nutzt ihre Spaziergänge an schönen Tagen, um sich Besonderheiten der Umgebung anzusehen. Besonders interessant ist es für die Kinder - auch für uns Erwachsene -, wenn wir ein Ziel haben, beispielsweise etwas suchen. Die Spuren alter Burgen und Schlösser haben es uns besonders angetan. (z. B. auf dem Roth, oder der Heinzelmännchenmauer zwischen Niederdieten und Oberdieten, die Ruine in....). Da sind noch Wälle und Gräben erkennbar, da gibt es noch ein paar Mauerreste, einzelne behauene Steine. Wir überlegen und phantasieren, wie die Leute damals gelebt haben, wie das so war im Alltag oder wenn gar gekämpft wurde. Bergen die Steine gar ein Geheimnis, einen Schatz?
Ja, wenn die restlichen Steine doch erzählen könnten, was sie alles im Laufe der Zeit erlebt haben! Es wäre spannend und interessant - auch lehrreich.
Steine als Zeugen vergangener Zeiten, Zeugen vergangener Macht und Pracht. Steine als Zeugen einer Entwicklung, einer unaufhaltsamen Veränderung.
An anderen Tagen besichtigen wir Kirchen. Wenn wir die vielen alten und auch neuen Kirchen betrachten, erkennen wir in diesen Steinen Zeichen des Glaubens und der Hoffnung. Es kommt uns vor, als wären das Steine des Gottvertrauens.
Die ältesten Steine unserer Vergangenheit als Christen liegen wohl in unserem Hauptort (Breidenbach). Wo heute die altehrwürdige Kirche steht, stand früher eine Taufkapelle. Bonifatius, der große Missionar, soll hier gewirkt haben. Steine mit großer Bedeutung für unsere Region (den Breidenbacher Grund) - Bedeutung nicht nur für Steine eines Gebäudes, sondern für ganz lebendige Menschen heute und hier.
Besonders ein Stein prägt bis heute unsere Gegend ganz entscheidend, obwohl er nicht mehr vorhanden ist. Ich meine den ersten Taufstein (in Breidenbach). Wie viele Menschen wurden durch die Taufe im Laufe der Zeit in die christliche Gemeinde aufgenommen? Wie war das früher? Wie war das, als Menschen mit ganz unterschiedlichen Überzeugungen, mit unterschiedlichen Sitten und Bräuchen zu einer christlichen Gemeinde zusammengefügt wurden?
Ja, wenn der alte Taufstein erzählen könnte, wenn unsere Taufsteine, unsere Taufschalen, erzählen könnten. Von Menschen, die getauft wurden, von Erwachsenen, von Jugendlichen, von Kindern und Babys. Sie könnten erzählen von Hunger, Not und Krieg, aber auch von festlichen Gottesdiensten, friedlichen Zeiten.
Auch könnten sie erzählen von Menschen, die getauft wurden und dann immer wieder den Weg zu Gottesdienst und Gemeinde fanden. Von anderen, die Wege einschlugen, die nicht mit der Vorgabe ihrer Taufe übereinstimmten. Von Menschen, die zwar alle getauft, aber trotzdem einander feind wurden und sich nicht mehr versöhnen konnten oder wollten. Auch von Menschen, die sich zusammenfanden um Gottes Wort zu hören, um voranzukommen im Glauben. Von Menschen, die sich vielleicht erst als Erwachsene taufen ließen, weil sie nicht einer Tradition folgend von ihren Eltern zur Taufe gebracht worden waren. Von Menschen, die von der frohen Botschaft von Jesus Christus erst im Laufe ihres Lebens etwas gehört und verstanden hatten. So ist der Taufstein einer der wichtigsten Steine in der Kirche, seine Stimme trotz der langen Geschichte hörbar.
Da sind auch andere Steine in der Kirche. Steine, die die Wände bilden, sind ganz wichtig für die Kirche, weil unverzichtbar. Man hätte ja sonst keinen umschlossenen Raum. (In Oberdieten aus Diabasquadern errichtet, in Achenbach und Niederdieten aus dem örtlichen Schiefergestein) So stehen unsere (drei) Kirchen schon viele Jahre als Versammlungsraum der Gemeinde zur Verfügung. Auch hier beim Kirchenbau Steine, die einzeln oder als Steinhaufen überflüssig wären, aber im Miteinander eine tadellose, feste Wand bilden. Trotz aller Unterschiede der Steine bilden sie in Verschiedenheit eine Einheit. Bei Natursteinen fällt das besonders auf, aber auch bei den Baustoffen unserer Zeit ist kein Stein ganz genauso wie der andere. Aber fehlt nur ein Stein aus der Wand, wäre die Wand unvollständig, vielleicht sogar einsturzgefährdet.
Von vielen einzelnen Steinen, auch einem ganz besonderen Stein, spricht nun der Predigttext, den ich ihnen nach der Übersetzung der „Guten Nachricht“ vorlesen möchte:
17 Diese Friedensbotschaft hat Christus allen verkündet, euch, die ihr fern wart, und ebenso denen, die nahe waren. 18 Durch ihn dürfen wir beide, Juden und Nichtjuden, in einem Geist vor Gott, den Vater, treten. 19 Ihr Menschen aus den anderen Völkern seid also nicht länger Fremde und Gäste. Ihr gehört mit zum Volk Gottes und seid in Gottes Hausgemeinschaft eingefügt, 20 dessen Fundament die Apostel und Propheten bilden; der Schlussstein aber ist Jesus Christus. 21 Er hält das ganze Gebäude zusammen, und durch ihn wächst es zu einem heiligen Tempel, der ganz und gar von ihm, dem Herrn, mitbestimmt ist. 22 Durch die Verbindung mit ihm seid auch ihr in diesen Tempel eingefügt, der sich durch den Geist Gottes aufbaut.
Ja, liebe Gemeinde, vom Bau der Gemeinde, der Kirche, ist hier die Rede. Wie bei einem Gebäude sind die einzelnen Bauteile, die Steine wichtig, die ineinandergefügt einen Raum umschließen. In der Regel werden ja Fundamente gelegt, Wände errichtet und darüber ein Dach, fertig ist der Raum. (Bauleute mögen mir diese Vereinfachung nachsehen).
In alter Zeit baute man die Wände zwar wie heute, doch das Dach, bzw. die Decke besonderer Gebäude wurde nicht mit Stahlträgern oder Holzbalken gehalten. Man mauerte vielmehr kunstvoll ein Gewölbe, das aus vielen Steinen bestehend zunächst im Bau abgestützt wurde, bis in der Mitte der Schlussstein eingesetzt werden konnte. Dann erst konnte das Baugerüst abgenommen werden.
Das Gewölbe hielt wegen des Eigengewichts der Steine und besonders wegen des Schlusssteines: Der Schlussstein drückt nämlich durch sein Gewicht die Steine fest aufeinander, und er hält selbst den Druck aus, der von den Seitenwänden kommt. Dieses Bild vom Gewölbebau in alter Zeit verwendet Paulus hier im Epheserbrief. Der äußerst wichtige Schlussstein ist Jesus Christus. Er ist ganz oben im Gewölbe eingebaut, bei ihm laufen die Wände, alle Richtungen zusammen. Er hält alle Steine, alle Gemeindeglieder beieinander - ja der Schlussstein Jesus Christus vereinigt die unterschiedlichen Richtungen der Gemeinde zum gemeinsamen Tempel Gottes.
Paulus erinnert die Gemeinde in Ephesus auch an ihr Fundament. Es reicht weit zurück bis in die Zeiten des Alten Testaments. Propheten und Apostel brachten die Friedensbotschaft Gottes unter die Menschen und legten damit das Fundament für die Gemeinde. Die Adressaten des Epheserbriefes stehen damit in der Reihe einer langen Geschichte, einer langen Bauzeit. Denn sie selbst sind jetzt in diesen Gemeindebau eingefügt. Gemeinde begann nicht erst mit ihnen und wird auch nicht mit ihnen zu Ende sein. Deshalb betont Paulus die Wichtigkeit aller Steine, egal welcher Größe, Form oder Beschaffenheit, egal auch, wann sie eingebaut wurden.
Für die Gemeinde damals sehr wichtig, denn schon die ersten Gemeinden bildeten sich aus ganz unterschiedlichen Menschen. Zunächst waren Juden Christen geworden, später kamen Menschen aus anderen Ländern oder anderen Religionen dazu. Das gab natürlich Spannungen und Ärger. „Alle Gemeindeglieder sind wichtig“, sagt hier Paulus. Im Laufe der Kirchengeschichte wurde die Zahl der Juden, die Christen geworden waren, immer kleiner. Schließlich vergaß man die Wurzeln, die Fundamente, im Volk Israel ganz. Man vergaß Gottes „Alten Bund“, die Erwählung dieses Volkes. Verfolgungen und unvorstellbares Leid brachte das mit sich. Doch entfernt man aus dem Bau der Kirche, dem Tempel Gottes, dieses Fundament Israel, dann fällt der Bau sofort in sich zusammen.
Um so wichtiger die Bedeutung dieses Bildes: Alle werden durch den einen Schlussstein Jesus Christus zusammengehalten: Die lange Zeit der Geschichte, ganz unterschiedliche Menschen, Menschen früher und Menschen heute. Für uns heute gehören die Adressaten des Epheserbriefes auch schon zu den Fundamenten, auf denen im Laufe der Zeit Gemeinde weitergewachsen ist.
Unsere Gemeinde, unsere Kirche, heute ist von ihren Fundamenten und ihrem Weg durch Zeit und Geschichte geprägt, zusammengehalten von dem Schlussstein Christus. Kirche und Gemeinde ist deshalb auch nichts Festes, nichts Statisches, auch kein bombensicherer Bunker, kein abgeschlossener, fertiger Bau. Da ist immer viel in Bewegung, in Arbeit. Mir fällt dabei der Kölner Dom ein. Von weitem imposant, ein schönes, mächtiges Gotteshaus. Dieser schöne Dom ist aber immer eine Baustelle, immer muss da etwas ausgebessert, renoviert, Steine ersetzt und ergänzt werden. Seit Jahrhunderten, seit Generationen wird hier gearbeitet und gebaut, aber fertig ist der Bau niemals. Trotz Baustelle wurden hier Gottesdienste gehalten, zum Glauben eingeladen und damit Menschen die Friedensbotschaft Gottes gebracht.
Ich übertrage das auf unsere Gemeinde, unsere Kirche. Da wird auch seit Generationen gebaut. Vieles erscheint fertig und gut, manches steht zur Renovierung an. Da haben Menschen ihren Platz gefunden, ihren Halt, auch ihre Aufgaben. Andere stehen eher ratlos davor und suchen noch nach ihrem Platz. Wie bei den Steinen, gibt es da große Unterschiede, es gibt auch verschiedene Plätze, verschiedene Aufgaben. Da kommt es auch vor, dass sich mancher wie ein loser Stein fühlt. Oder ein anderer ist schon herausgebrochen, es hielt ihn nichts mehr in der Gemeinde. Menschen haben sich aus vielerlei Gründen aus der Gemeinde zurückgezogen. Vielleicht weil sie sich ausgeschlossen fühlen, überflüssig, verletzt, weil sie keinen Sinn in Gemeinde und Kirche erkennen können.
So zeigen sich im Bau Gemeinde, im Bau Kirche, viele Risse und Löcher, manches erscheint bedrohlich. Ob wir mit Aktionen, mit Programmen, oder gar mit Schimpfen und Lamentieren weiterkommen?
Eingangs erwähnte ich die Spuren von Burgen und Schlössern, heute höchstens als Ruinen erkennbar, viele ganz verschwunden, höchstens ein Flurname oder eine Sage erinnert an sie. Burgen sind untergegangen, sie hatten einmal ihre Zeit und ihre Bedeutung, das ist vorbei. Ganz anders die Zeugen von Hoffnung und Glauben. Nicht nur die Kirchen aus Steinen, besonders auch die Kirche aus lebendigen Steinen, aus Menschen, hat zweitausend Jahre überstanden. Die Kirche Jesus Christi ist sichtbar, erkennbar - auch heute noch, trotz der langen Zeit, trotz aller Risse und Löcher, trotz bröckelnder Steine. Sie hat auch heute ihre Bedeutung, ihre Funktion.
Das ist erstaunlich! Ich führe das auf den zurück, der der Kirche den Halt gibt, der das Gewölbe schließt und zusammenhält, auf Jesus Christus. In Gottes Geist führt er immer wieder Menschen zu einer Gemeinde zusammen. Und wie beim Gewölbe ist dann hier erlebbar, spürbar, wie Gemeinde trägt und hält: Ich weiß mich von anderen getragen, ich kann andere mittragen - wie im Bild mit den Steinen. Und gemeinsam werden wir von Christus zusammengehalten. Ich erkenne meine Aufgabe und Funktion in der Gemeinde, und ich weiß, andere haben andere Aufgaben, andere Gaben, die sie mit einbringen. Ich muss nicht alleine bauen, alleine Verantwortung übernehmen. Ich empfinde das als sehr tröstlich und ermutigend.
Gemeinde wird von Christus zusammengehalten, Gottes Geist fügt Menschen dazu. Wenn ich diesen „Bauplan“ bedenke, wenn ich die lange Zeit sehe, die Höhen und Tiefen - wenn ich den Bau Kirche, die Gemeinde sehe, dann muss ich staunen, dann wächst in mir Hoffnung für heute. Sie steht ja noch, trotz allem! Ich staune über diesen Schlussstein Christus. Er hält den Druck verschiedener Glaubensrichtungen, ja Gegensätzlichkeiten, aus. Ja, er vereinigt die unterschiedlichen Kräfte in sich.
Er kann es ertragen, dass Menschen mal fester, mal lockerer dabei sind. Umbau und Renovierung brachten die Gemeinde und Kirche bisher nicht zum Einsturz. Die Fundamente hielten trotz aller Erschütterungen. Zwar musste man öfter mal nach dem wirklichen Fundament suchen und sich daran erinnern lassen, wessen Geist hier wehen soll, aber auch schlimme Zeiten wurden überstanden.
Jede Generation hat bei dem Bau Gemeinde ihre Spuren hinterlassen - gute und weniger gute. Wenn wir uns heute zur Gemeinde zusammenfinden, Gemeinde mitbauen, so muss es zuerst um diesen Schlussstein gehen, die Verbindung zu ihm, die Kraft, die von ihm ausgeht. Er ist der Mittelpunkt, das Zentrum. Zwar gab es zu allen Zeiten Menschen, die diesen Schlussstein für überflüssig hielten, ihn herausbrechen oder ersetzen wollten, doch das ist immer gescheitert. Wo Christus überflüssig ist, ist nämlich auch Gemeinde und Kirche überflüssig. Es gab immer Menschen, die allein ihren Weg finden wollten, sich selbst Maßstäbe setzten. Ohne den Halt, ohne Gemeinde, ein gefährliches, schwieriges Unternehmen.
Aber wo Menschen sich von Christus zusammengehalten wissen, da kann Gemeinde und Kirche wachsen, lebendig werden, einladend für andere sein. Da können in die Gemeinde viele lebendige Steine miteingebaut werden, und damit viele gute Ideen, viele Begabungen. Und fertig, das zeigt die Geschichte, ist die Gemeinde niemals - daran muss gearbeitet werden, wie am Kölner Dom.
Das bedeutet für mich einerseits Entlastung und Ermutigung, weil ja Christus selbst baut, sich selbst mit einbaut. Andererseits spüre ich, dass ich gebraucht werde, gebraucht in der Gemeinde. Ich merke auch, dass ich die Gemeinde brauche. Das Hören und Reden, auch die Auseinandersetzung der verschiedenen Kräfte. Das gibt mir Halt, das stiftet Gemeinschaft, hier höre und erlebe ich die Friedensbotschaft Gottes, die Botschaft von der Versöhnung.
Es reift in mir Hoffnung auch in unserer unüberschaubaren Zeit mit ihren vielschichtigen Problemen. Ich spüre, dass Christus mich hält, sonst würde ich fallen, zusammenbrechen unter meinen Ängsten und Sorgen. Gemeinde, Kirche, das sind wir alle zusammen, trotz unserer Unterschiede, ja vielleicht gerade wegen unserer Unterschiede. Jede und jeder ist da wichtig. - Christsein, mein Leben bewältigen - alleine geht das nicht, ich brauche die Gemeinde, ich brauche den, der uns zusammenhält: Jesus Christus.
Burgen sind untergegangen. Kirchen sind noch sichtbar, manche zwar im Umbau, manche unter Gerüst. Das ist nicht schlimm, zeugt es doch von Leben, von Gottes Geist, der hier wirkt. Es zeigt auch, Christus selbst hat sich zweitausend Jahre lang als der Schlussstein erwiesen, der tatsächlich Gemeinde und Kirche zusammengehalten hat. Ich wünsche unsere Gemeinde, unsere Kirche als Baustelle, aber nicht mit dem üblichen Schild: „Baustelle betreten verboten, Eltern haften für ihre Kinder!“ Sondern: „Evangelische Kirche: Baustelle betreten und mitmachen herzlich erwünscht für Kinder und Erwachsene!“
Zu solch einem Gemeindebau füge uns der zusammen, der bisher alles gehalten hat, heute alles hält, und der immer halten wird: Jesus Christus. Amen.

Verfasser: Pfr. Peter Röder, Im Steitchen 16, 35236 Breidenbach-Oberdieten

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