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Früchte des Geistes

von Ulrich Dannemann (60316 Frankfurt)

Predigtdatum : 06.08.2006
Lesereihe : ohne Zuordnung
Predigttag im Kirchenjahr : 7. Sonntag nach Trinitatis
Textstelle : 1. Korinther 6,9-14.(18-20)
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Wochenspruch:

Lebt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.
(Epheser 5,8b.9)
Psalm: 48,2-3a.9-11

Lesungen

Altes Testament:
Jesaja 2,1-5
Epistel:
Epheser 5,8b-14
Evangelium:
Matthäus 5,13-16

Liedvorschläge

Eingangslied:
EG 168,1-3
Du hast uns, Herr, gerufen
Wochenlied:
EG 318
O gläubig Herz, gebenedei
Predigtlied:
EG 262,1-5
oder EG 65
Sonne der Gerechtigkeit
Von guten Mächten
Schlusslied:
EG 168,4-6
Wenn wir jetzt weitergehen

9 Wisst ihr nicht, dass die Ungerechten das Reich Gottes nicht ererben werden? Lasst euch nicht irreführen! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, Ehebrecher, Lustknaben, Knabenschänder, 10 Diebe, Geizige, Trunkenbolde, Lästerer oder Räuber werden das Reich Gottes ererben. 11 Und solche sind einige von euch gewesen. Aber ihr seid rein gewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerecht geworden durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes.
12 Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist mir erlaubt, aber es soll mich nichts gefangen nehmen. 13 Die Speise dem Bauch und der Bauch der Speise; aber Gott wird das eine wie das andere zunichte machen. Der Leib aber nicht der Hurerei, sondern dem Herrn, und der Herr dem Leibe. 14 Gott aber hat den Herrn auferweckt und wird auch uns auferwecken durch seine Kraft. 18 Flieht die Hurerei! Alle Sünden, die der Mensch tut, bleiben außerhalb des Leibes; wer aber Hurerei treibt, der sündigt am eigenen Leibe. 19 Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört?
20 Denn ihr seid teuer erkauft; darum preist Gott mit eurem Leibe.

Vorbemerkung:
Die Gedankengänge, die der Apostel Paulus im 1. Korintherbrief zu den Gegensätzen und Gemeinsamkeiten von Sexus, Eros und Agape als den Grunddimensionen der „Liebe“ entwickelt und mit seinem Verständnis der Totenauferstehung verbindet, erinnern mich an die „Biographien“ der großen Frauengestalten der Opern Wolfgang Amadeus Mozarts, mit denen ich mich seit einiger Zeit beschäftige. Mozart, dessen Geburtstag sich am 27. Januar zum 250. Mal gejährt hat, lässt seine großen Frauengestalten den Zusammenhang von Liebe, Tod und Gott erfahren. Wie Paulus im 1. Korintherbrief verbindet er über die Trias Sexus-Eros-Agape die Diesseitigkeit und die Jenseitigkeit des Lebens.
Mozarts wohl spannungsreichste „Prima Donna“ ist Vitellia, die Hauptgestalt seiner letzten Oper „La clemenza di Tito“ (1791). Vitellia könnte eine Zeitgenossin des Paulus gewesen sein. In „La clemenza di Tito“ fließen Elemente der Oratorien Georg Friedrich Händels ein, bei deren Bearbeitung sich Mozart auch um die Interpretation von Texten des Paulus bemüht hat.
Die folgende Predigt ist als „narrative“ Predigt angelegt: als „short story“ mit Bauelementen des literarischen Essays, in der Vitellia ihre „Biographie“ „erzählt“.

Liebe Gemeinde!
Gestatten Sie, meine Damen und Herren, dass ich mich Ihnen vorstelle: Mein Name ist Vitellia. Ich bin eine Bühnengestalt aus der Oper des 18. Jahrhunderts, die über vierzig Mal vertont wurde. Die letzte und berühmteste Vertonung stammt von einem gewissen Herrn Wolfgang Amadeus Mozart aus Wien. Fachleute sagen, ich sei eine der interessantesten Frauengestalten, die im Opern-Repertoire zum Leben erweckt wurden – in der Oper „La clemenza di Tito“ – auf deutsch: „Die Sanftmut des Titus“. Ich möchte Sie heute morgen einladen, mich in meine Biographie zu begleiten. Meine Biographie ist fast genau in der Zeit angesiedelt, in der Paulus lebte, christliche Gemeinden gründete und besuchte - und seine Briefe schrieb.
Im Jahre 69 war mein Vater Vitellius einige Monate lang Kaiser des römischen Weltreiches. Ich war damals 17 Jahre alt und galt als die schönste der jungen Schönheiten Roms. Im Jahr davor war die Herrschaft des Kaisers Nero zu Ende gegangen. Dessen Regierung war verbunden mit der Verfolgung von Menschen, die „Christen“ genannt wurden. Durch Nero waren diese Christen allgemeines Gesprächsthema in Rom – und so hatte auch ich davon gehört.
Die Christen hatten einige bekannte Anführer, einer war Paulus. Von ihm wurde erzählt, er habe unter dem griechischen Titel „Agape“ eine neue interessante Theorie der „Liebe“ entwickelt. Das fand ich spannend und hätte gern Näheres darüber erfahren. Aber niemand in meinem Umfeld konnte mir Genaueres darüber sagen. Schade! Hätte ich damals Genaueres über diese „Agape“-Liebe erfahren, wäre mein Leben vielleicht anders verlaufen.
Die große Katastrophe in meinem Leben ereignete sich im Jahre 80. Ich will Ihnen erzählen, wie es dazu kam. Das erste Schlüsselereignis meines Lebens war die Kaiserherrschaft meines Vaters Vitellius im Jahre 69. Mein Vater eroberte den Kaiserthron. Welch eine Wende in meinem Leben! Ich war nun die erste Prinzessin des Reiches, und zudem die schönste Frau in Rom! Die Welt lag mir zu Füßen! Ein Lächeln von mir, und schon taten alle, was ich wollte! Alle bewunderten und verehrten mich, alle liebten mich! Es war wie ein Wunder.
Jedoch: Das Wunder dauerte nur einige Monate. Mein Vater wurde von dem General Vespasianus in einem Staatsstreich gestürzt, und so war es mit einem Schlag aus mit der Kaiserherrlichkeit. Ich empfand diesen Absturz als eine einzige Katastrophe, eine Schande und Demütigung. Ich schämte mich. Jetzt war ich nur noch eine der zahlreichen schönen adeligen jungen Frauen – nicht mehr. Das war mir zu wenig. Ich hatte nur ein Ziel: Ich wollte den furchtbaren Absturz rückgängig machen, ich wollte wieder im Zentrum der Bewunderung und Verehrung stehen.
Ein paar Jahre später lernte ich den Sohn des neuen Kaisers, den General Titus kennen, den Eroberer Jerusalems. Titus gefiel mir. So reifte in mir ein Plan: Ich würde Titus heiraten, er würde Nachfolger des Vespasianus werden – und ich Kaiserin! Ich traf mich einige Male mit Titus, und er machte mir Komplimente, die meine Hoffnungen nährten.
Im Jahre 79 trat Titus endlich die Nachfolge seines Vaters an und wurde Kaiser. Doch zugleich gab er seine Verlobung mit der Prinzessin Berenice bekannt - einer Jüdin! Eine erneute Demütigung, eine doppelte Schande für mich! Meine Gefühle für Titus verwandelten sich in Hass. Er war schuld an meiner Schande! Ich fasste einen anderen Plan: Ich würde die Drahtzieherin eines Staatsstreiches gegen Titus werden! Ein Jahr später, im Jahr 80, war es soweit. Ich erfuhr über geheime Informationskanäle, dass der General Lentulus einen Aufstand gegen Titus vorbereitete. Ich würde Lentulus den Attentäter zuführen, der ihm für die Durchsetzung seines Vorhabens noch fehlte. Das musste ein Mann aus der unmittelbaren Umgebung des Kaisers sein; am besten ein Berater, der für Titus zugleich so etwas wie ein Freund war!
Einen solchen Mann gab es. Er hieß Sextus. Er war Ende dreißig, aus einer Adelsfamilie und sah gut aus. Die Begegnung mit Sextus wurde zum Wendepunkt meines Lebens - doch in einem ganz anderen Sinn, als ich anfangs dachte. Sextus sollte das Werkzeug meiner Rückkehr zur Macht werden. Den würde ich verführen, mich ihm hingeben, ihn mir hörig machen – und er würde für mich den Dolch gegen den Kaiser erheben. Sextus verliebte sich sofort in mich; er war wie außer sich. Ich spielte mit ihm, das steigerte sein Begehren immer mehr. Er war Wachs in meinen Händen. Ich hatte seine Liebe zu mir in Hörigkeit verwandelt. Um mich zu halten, war er zu allem bereit. Als ich ihm von dem Attentatsplan erzählte, war er zuerst entsetzt. Ich setzte alle meine Reize ein, sein Widerstand schwand Schritt für Schritt.
Doch dann löste Titus ganz plötzlich die Verlobung mit Berenice auf, und alle Leute sahen mich an, als würde ich die neue Erwählte des Kaisers. Doch die Zeit meiner Demütigungen war noch nicht zu Ende: Nicht ich wurde die neue Braut des Kaisers, sondern Servilia! Jetzt war meine Schande perfekt. Ich musste handeln - die nächste Nacht mit Sextus musste die Entscheidung bringen. Ich gab alles, und jetzt war Sextus auch zu allem bereit – selbst zum Mord an Titus. Die Zeit meiner Demütigungen würde bald zu Ende sein!
Die Nacht des Attentats war gekommen. Ich war aufs äußerste angespannt. Da wurde mir ein Besucher gemeldet. Es war Publius, der Chefminister des Kaisers. Er sagte: „Prinzessin Vitellia, Servilia hat den Heiratsantrag des Kaisers abgelehnt. Jetzt will der Kaiser Sie zu seiner Gemahlin machen!“ Ich war sprachlos, und vor mir tat sich ein Abgrund auf. In einer halben Stunde würde das Attentat stattfinden! Ich musste es unbedingt wieder rückgängig machen! Was hatte ich angerichtet? Hätte ich doch mehr Geduld gehabt! Vom Kapitol zog Rauch herüber, der Staatsstreich hatte begonnen. Ich lief auf die Straße, mischte mich unter die erregte Menge. Bewaffnete Männer zogen vorbei. Einer war Sextus, er hatte einen blutbeschmierten Dolch in der Hand und starrte geistesabwesend vor sich hin.
Spät in der Nacht stand fest: Staatsstreich und Attentat waren missglückt. Sextus hatte in der Dunkelheit statt Titus Lentulus angegriffen und verletzt. Lentulus saß bereits im Gefängnis. Doch keine Nachricht von Sextus. Ich eilte zu seiner Wohnung. Apathisch lag er auf einer Liege. Ich beschwor ihn, aus Rom zu fliehen. Wenn er sofort aus Rom verschwände, würden seine und meine Beteiligung an dem Attentat unerkannt bleiben. Doch diesmal blieb Sextus merkwürdig distanziert. Ich war verblüfft. Seine Hörigkeit mir gegenüber war verschwunden! Doch da wurde schon die Tür aufgerissen und ein Trupp schwerbewaffneter Soldaten betrat den Raum. Sextus wurde verhaftet. Es war ein unwirklicher, alptraumartiger Abschied zwischen uns beiden. Auf Sextus wartete das Todesurteil – wegen seiner übergroßen Liebe zu mir, die ich in Hörigkeit verwandelt hatte! Als ich ihm zum letzten Mal in die Augen blickte, wusste ich: Seine Hörigkeit ist verschwunden – aber ich bin immer noch seine große Liebe! Er würde also sterben – und ich könnte Titus heiraten und Kaiserin des römischen Weltreiches werden.
Während der Prozess gegen Sextus lief, bereitete ich mich auf meine Hochzeit vor. Doch ich konnte Sextus’ letzten Blick einfach nicht vergessen: seine übergroße Liebe zu mir, seine quälende Scham über seine Hörigkeit mir gegenüber, seine abgrundtiefe Traurigkeit über den Verrat, den er an seinem Freund Titus begangen hatte! Es arbeitete in mir. In Sextus’ Liebe war mir zum ersten Mal wahre Liebe begegnet: eine Liebe, in der sich selbstlose Hingabe, unverbrüchliche Treue und unbegrenzte Hochachtung für die Geliebte vereinten. Für mich war Liebe immer nur ein Spiel mit meiner Macht über Andere gewesen. Bei Sextus hatte ich ein anderes Gesicht der Liebe kennen gelernt. Und ich hatte diese Liebe missbraucht. Ich hatte sie in Hörigkeit verwandelt. Ich hatte Sextus zum Sklaven meiner Wünsche gemacht. Ich hatte sein Leben zerstört.
Eines Nachts hatte ich einen Traum: Ich sang mein Hochzeitslied vor mich hin. Auf einmal verwandelte sich mein Hochzeitslied: erst in ein Abschiedslied, dann in ein Trauerlied, schließlich in ein Todeslied - und dann in eine Melodie, die mich über mich selbst erhob. Ich hörte eine Stimme wie aus dem Himmel kommend und entschwebte in eine ungekannte Glückseligkeit, weit über allem Glück und Unglück des Lebens. Was war mit meinem Hochzeitslied geschehen? Ich schreckte aus dem Traum auf. Nein, das war kein Alptraum! Das war die Wende! Jetzt wusste ich: Ich werde kein Hochzeitslied singen, ich werde ein Todeslied singen. Ich werde Titus meine Schuld eingestehen, ich werde um Sextus’ Leben bitten. Ich werde in diesem Todeslied zugleich mein himmlisches Hochzeitslied singen: einen Hymnus des Dankes, weil ich nun begreife, was Liebe ist, wahre Liebe! Ich war ein neuer Mensch geworden.
Ich ging zu Titus, meinem kaiserlichen Bräutigam, und gestand ihm alles. Das Geständnis würde mein Todesurteil sein. Er war entsetzt und fassungslos. Doch dann geschah das gänzlich Unerwartete: Titus vergab mir und begnadigte mich – so wie er Sextus und Lentulus begnadigte. O Wunder: Sextus durfte weiterleben – und ich durfte es auch. Es war mir, als wäre ich gestorben und neu geboren worden. Ich bin nachher von Rom weggezogen und habe Sextus und Titus nicht wiedergesehen. Ich habe ein neues Leben begonnen - an einem anderen Ort und mit anderen Menschen.
Diese Tage waren der Tiefpunkt meines Lebens – und zugleich der Gipfelpunkt. Seitdem singe ich es immer wieder: jenes himmlische Hochzeitslied, – ein Lied, das immer wieder hören lässt, was „Liebe“ ist.
Mit diesen Gedanken bin ich schon mitten im ersten Korintherbrief des Paulus. Aus meiner heutigen Sicht kann ich es nur bedauern, dass ich die Gedanken des Paulus in Sachen „Liebe“ nicht schon damals kennen gelernt habe. Ich habe den ganzen ersten Korintherbrief gelesen, besonders das 13. Kapitel des Briefes, das „Hohe Lied der Liebe“. Ich möchte verstehen, was Paulus über die drei Dimensionen der Liebe sagt, über Sexus, Eros und Agape.
Paulus hat Recht, wenn er sagt: Sexualität kann zum Götzendienst werden, zu einem Werkzeug, das mir gleichsam gottähnliche absolute Macht über andere Menschen verschafft. Wo das geschieht, mache ich mich selbst und den Anderen zum Instrument: zum Instrument des Machtgenusses. Ich werde zur Sklavin des Machtgenusses: ich lasse mich von der Faszination der Macht gefangen nehmen - und nicht von der Macht der Liebe erfüllen! Solches Verhalten nennt Paulus „Hurerei“. Nun, wenn ich an mein Verhältnis zu Sextus denke: das ließe sich schon in gewisser Weise mit „Hurerei“ vergleichen, denn mir ging es gar nicht um ihn; er war für mich nur ein Instrument.
Dass ich aus dieser Versklavung unter meine Machthörigkeit herausfand, erscheint mir wie ein Wunder, wie eine Auferstehung von den Toten. Ich wuchs auf einmal über mich selbst hinaus, meine Anbetung der Macht fiel mit einem Schlag von mir ab. Mein Herz wurde von einem Gefühl durchströmt, das ich noch nie erfahren hatte: ich wurde geliebt! Es gab sie also: die wahre Liebe, nach der ich mich immer gesehnt hatte, die ich aber immer verfehlt, ja in ihr Gegenteil verwandelt hatte.
Die Gedanken des Paulus haben mir geholfen, die Verwandlung zu begreifen, die mit mir geschah. Dieses gänzlich neue Gefühl, das mich durchströmte, das war die „Agape“, von der Paulus redet. Die Liebe ist eine von Gott kommende Kraft, die mir die Freiheit schenkt, anderen meine selbstlose Hingabe zu schenken. Liebe ist ein freies Geschenk, das Menschen einander machen. Liebe führt über die Welt des Nutzens hinaus, sie fragt nicht: was bekomme ich? – sie sagt: das verströme ich!
Wer in der „Agape“-Liebe seine Wurzel hat, der kann auch Erotik und Sexualität verströmen – als freies Geschenk, und nicht als Instrument der Selbsterhöhung und des Machtgewinns über Andere. Der wird weder andere sich hörig machen - noch anderen hörig werden. Ein Mensch, der Liebe verströmt, ist von einem Geist regiert, der von Gott kommt: vom Geist der Überlegenheit, der mir zeigt, worauf es ankommt im Leben. Heute weiß ich, was wahre Liebe ist: die Liebe zur Liebe!
Nun werden Sie am Schluss dieser Predigt fragen: Wie können Sie, Prinzessin Vitellia, eine Opern-Figur des 18. Jahrhunderts, die Briefe des Apostels Paulus lesen und Gemeinsamkeiten zwischen Ihrer „Biographie“ und der Theologie des Paulus herstellen? Nun, die Antwort ist einfach. Ich hatte Ihnen ja schon gesagt, dass mir dieser Herr Mozart aus Wien meine endgültige Gestalt gegeben hat. Und dieser Herr Mozart hat sich, über einige Zwischenstationen, mit dem auseinandergesetzt, was Paulus über Glaube, Hoffnung und Liebe gesagt hat. Die Gedanken des Paulus über die verschiedenen Dimensionen der Liebe sind in die Gedankenwelt des Herrn Mozart eingegangen – und so auch in die Formung meiner Person, der Kaisertochter Vitellia.
Ich habe Ihnen heute morgen die Bilanz meiner wechselvollen Geschichte mit der Liebe erzählt. Vielleicht habe ich Sie damit angeregt, selber noch einmal über Ihre eigene Geschichte mit der „Liebe“ nachzudenken – und über das, was der Apostel Paulus über die drei Dimensionen der „Liebe“ gesagt hat, über Sexualität, Erotik und Agape.
Damit möchte ich mich von Ihnen verabschieden, jedenfalls für heute. Vielleicht begegnen wir uns ja einmal persönlich. Vielleicht hören und sehen Sie mich irgendwann auf einer Opernbühne, und ich kann Ihnen meine wechselvolle Geschichte mit der Liebe einmal persönlich vorsingen und vorspielen. In diesem Sinne: Alles Gute und auf Wiedersehen! Amen.

Verfasser: Pfr. Dr. Ulrich Dannemann, Mauerweg 8, 60316 Frankfurt

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