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Gottes Glanz, gebrochen im Menschlichen

von Rüdiger Schulze (Bötzingen)

Predigtdatum : 05.02.2017
Lesereihe : ohne Zuordnung
Predigttag im Kirchenjahr : 4. Sonntag vor der Passionszeit
Textstelle : 2. Mose 3,1-10.(11-14)
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Wochenspruch:
"Über dir geht auf der Herr und seine Herrlichkeit erscheint über dir." (Jesaja 60, 2)

Psalm: 97


Lesungen
Reihe I: Matthäus 17, 1 - 9

Reihe II: 2. Korinther 4, 6 - 10

Reihe III: 2. Mose 3, 1 - 10 (11 - 14)

Reihe IV: Offenbarung 1, 9 - 18

Reihe V: Johannes 12, 34 - 36 (37 - 41)

Reihe VI 2. Petrus 1, 16 - 19 (20 - 21)


Liedvorschläge
Eingangslied: EG 70, 1 – 4 Wie schön leuchtet der Morgen-stern
Wochenlied: EG 67, 1 – 5 Herr Christ, der einig Gotts Sohn
Predigtlied: EG 395, 1 – 3 Vertraut den neuen Wegen
Schlusslied: EG 259 Kommt her, des Königs Aufgebot

Predigttext 2. Mose 3, 1-10 (11-14)
Berufung Mose

Mose aber hütete die Schafe Jitros, seines Schwiegervaters, des Priesters in Midian, und trieb die Schafe über die Steppe hinaus und kam an den Berg Gottes, den Horeb. Und der Engel des HERRN erschien ihm in einer feurigen Flamme aus dem Dornbusch. Und er sah, dass der Busch im Feuer brannte und doch nicht verzehrt wurde. Da sprach er: Ich will hingehen und die wundersame Erscheinung besehen, warum der Busch nicht verbrennt.
Als aber der HERR sah, dass er hinging, um zu sehen, rief Gott ihn aus dem Busch und sprach: Mose, Mose! Er ant-wortete: Hier bin ich.
Gott sprach: Tritt nicht herzu, zieh deine Schuhe von deinen Füßen; denn der Ort, darauf du stehst, ist heiliges Land!
Und er sprach weiter: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Und Mose verhüllte sein Angesicht; denn er fürchtete sich, Gott anzuschauen.
Und der HERR sprach: Ich habe das Elend meines Volks in Ägypten gesehen und ihr Geschrei über ihre Bedränger ge-hört; ich habe ihre Leiden erkannt. Und ich bin herniederge-fahren, dass ich sie errette aus der Ägypter Hand und sie herausführe aus diesem Lande in ein gutes und weites Land, in ein Land, darin Milch und Honig fließt, in das Gebiet der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter.
Weil denn nun das Geschrei der Israeliten vor mich gekom-men ist und ich dazu ihre Not gesehen habe, wie die Ägyp-ter sie bedrängen, so geh nun hin, ich will dich zum Pharao senden, damit du mein Volk, die Israeliten, aus Ägypten führst.
Mose sprach zu Gott: Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehe und führe die Israeliten aus Ägypten?
Er sprach: Ich will mit dir sein. Und das soll dir das Zeichen sein, dass ich dich gesandt habe: Wenn du mein Volk aus Ägypten geführt hast, werdet ihr Gott opfern auf diesem Berge.
Mose sprach zu Gott: Siehe, wenn ich zu den Israeliten komme und spreche zu ihnen: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt!, und sie mir sagen werden: Wie ist sein Name?, was soll ich ihnen sagen?
Gott sprach zu Mose: Ich werde sein, der ich sein werde. Und sprach: So sollst du zu den Israeliten sagen: »Ich wer-de sein«, der hat mich zu euch gesandt.

Hinführung
2. Mose 3, 1 – 14 ist in vielerlei Hinsicht einmalig. Die Länge der Gottesrede und des Dialogs mit Mose, die geheimnisvolle Selbstoffenbarung im Dornbusch, die Anzahl von fünf in diesem Text und in seinem weiteren Zusammenhang geäußerten Ausreden und Widerständen des Mose gegen seine Berufung.

Mose ist als historische Gestalt nicht fassbar: Wer Mose genau war, weiß niemand. Die Predigt geht davon aus, dass mit der Gestalt des Mose typische, wesentliche Grund-merkmale der Berufung durch Gott in exemplarischer Weise erzählt und zugleich reflektiert werden. Das bedeutet auch, dass der Gegenwartsbezug bereits im Text angelegt ist.

Die Berufung ist verbunden mit der Offenbarung des Got-tesnamens am Dornbusch. Gott offenbart sich als der, der sich im Innersten von der Not der Menschen bewegen lässt. Er ist der barmherzige Gott, der sein Volk in die Bewegung seiner Barmherzigkeit hinein nimmt und ihm damit eine Zukunftsperspektive jenseits von Sklaverei und Unterdrü-ckung eröffnet. Damit ist in diesem alttestamentlichen Text vorgeprägt, was später in Jesus Christus über das Volk Isra-el hinaus in seiner Geltung auf alle Menschen ausgeweitet wird.

Der Predigttext könnte Text einer ganzen Predigtreihe sein. In seinem dichten Inhalt und seiner komplexen Struktur stellt er eine große Herausforderung dar. Und steht nur eine Predigt zur Verfügung, ist eine Beschränkung erforderlich, die aber doch das Ganze im Blick behält.
Der Gegenwartsbezug wird gleich zu Beginn thematisiert und zwischendurch immer wieder angedeutet. Am Schluss wird er noch einmal zusammengefasst, jedoch in der Konk-retion zurückhaltend. Sie ist der Überzeugung geschuldet, dass die Menschen in derart unterschiedlichen Milieus und Situationen leben, dass jede und jeder nur in eigener Frei-heit und Verantwortung die Übersetzung in die eigene Er-fahrungswelt leisten kann. Bevormundung durch den Predi-ger/die Predigerin ist dem Text unangemessen und würde ihn banalisieren.

Gliederung
I. Einleitung
II. Textparaphrase: Das Ungewöhnliche von Berufung und Gottesname
III. Die Berufung des Mose als exemplarisches Geschehen
IV. Das Geheimnis des Gottesnamens
V. Die eigene Berufung

Literatur
Bei der Vorbereitung unter anderem verwendete Literatur:
Georg Fischer/Martin Hasitschka, Auf dein Wort hin, Berufung
und Nachfolge in der Bibel, Freiburg (korr. Nachdruck) 2009,
Seite 11 – 33.
Eberhard Jüngel, Gott als Geheimnis der Welt. Tübingen
4. Auflage 1982.
Eberhard Jüngel, Beziehungsreich. Perspektiven des Glaubens. Stuttgart 2002, S. 141ff.
Walter Klaiber, Ruf und Antwort, Biblische Grundlagen einer
Theologie der Evangelisation, Neukirchen 1990, S. 173.
Gerhard Rubach u. a. (Hrsg.), Meditive Zugänge für Gottesdienst und Predigt III, 1, Göttingen 1992, S. 81 – 85.
Gunda Schneider-Flume, Grundkurs Dogmatik, Göttingen 2004.

Predigt
[I. Einleitung]

Liebe Gemeinde,
wenn ein Mensch eine bestimmte Stelle im Arbeitsleben er-halten möchte, führt an einer Bewerbung kein Weg vorbei. Und längst nicht jede Bewerbung führt zum Ziel. Wer sich um ein öffentliches Amt bewirbt, muss einige Auswahlver-fahren durchlaufen und sich am Schluss in aller Öffentlichkeit zur Wahl stellen, beispielsweise bei Kommunal- oder Landtagswahlen. Im heutigen Predigttext aus dem Alten Testament erhält ein Mensch eine neue Stellung ohne Be-werbung und ohne Auswahlverfahren. Er wird berufen. Ge-rechnet hat er damit nicht. Und übernehmen möchte er diese Aufgabe auch nicht. Mit Händen und Füßen wehrt er sich.
Nun ist der Auftraggeber aber nicht irgendein bedeutsamer Unternehmer. Der die Berufung ausspricht, ist kein geringe-rer als das Geheimnis dieser Welt: Gott, der HERR. Und den, den er beruft, kennen Sie alle: Es ist Mose. Hören Sie also nun den ersten Teil dieser in der ganzen Bibel einmaligen Berufungsgeschichte aus dem 2. Buch Mose im 3. Kapitel:

– Lesen des Predigttexts: 2. Mose 3, 1 – 14 –

[II. Textparaphrase: Das Ungewöhnliche von Berufung und Got-tesname]
Mose erhält von Gott einen Auftrag, der ihn mehr fordert als jeder Beruf und jedes politische Amt. Seine Aufgabe besteht darin, das in Ägypten unterdrückte Volk Israel in die Freiheit hinauszuführen, in ein Land, in dem sogar Milch und Honig fließen, in dem es die Fülle gibt, wo das Volk doch in der Gegenwart Mangel und Entbehrung leidet. Mose soll das aber nicht tun, indem er einen Aufstand anzettelt. Er soll im Namen Gottes zum Pharao gehen und ihm sagen, was er zu tun hat. Das klingt einfach. Aber stellen Sie sich das einmal vor: Ein Angehöriger des Sklavenvolkes der Israeliten, ge-sucht wegen Mordes und geflohen ins Nachbarland, soll dem Pharao Anweisungen erteilen. Das ist nach den Maßstäben des gesunden Menschenverstandes derart abwegig, ja le-bensgefährlich, dass Mose verständlicherweise sogleich pro-testiert.

Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehe und führe die Israeliten aus Ägypten?

Ich vermute, diese Frage hätte wohl auch der Frömmste unter uns ähnlich gestellt. Gott antwortet sofort und ohne Umschweife. Aber er antwortet ganz anders, als wir es für gewöhnlich kennen, wenn ein Arbeitgeber einen besonders anspruchsvollen Job zu vergeben hat. Weder preist Gott die Fähigkeiten des Mose noch zählt er ihm seine Verdienste aus der Vergangenheit auf. Erst recht verspricht er ihm keine Gehaltserhöhung. Gott beantwortet die Frage des Mose mit einem kurzen, prägnanten Satz. Dieser Satz hat es in sich. Er enthält nicht weniger als eine Selbstvorstellung und zugleich Selbstverpflichtung Gottes. Sie geht über jedes menschenmögliche Versprechen weit hinaus:
Ich will mit dir sein.

Mose hält seine Fähigkeiten und gesellschaftliche Stellung für völlig untauglich, um diesen Auftrag auszuführen.
Gott antwortet mit der uneingeschränkten Zusage:
Ich will mit dir sein.

[III. Die Berufung des Mose als exemplarisches Geschehen]
Diese Erfahrung haben nach Mose viele Menschen mit dem Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs gemacht und später mit Jesus Christus, in dem Gott Mensch geworden ist. Gott be-antwortet die Frage: »Wer bin ich?« von außen mit einer Zusage. Was uns trägt in unserem Leben, finden wir nicht in uns selber. Die manchmal bohrende Frage nach der eigenen Identität, was ich wert bin und was mich auszeichnet, ja, wer ich überhaupt bin im Wandel der Zeiten und im Wech-selbad der Gefühle, die Antwort darauf finde ich nicht in mir selber. Sie wird mir von außen zugesprochen: Ich will mit dir sein.

Das ist mehr als die wohltuende Begleitung eines Freundes, der mich bei einer schwierigen Aufgabe zeitweilig unterstützt. Sie bleibt zeitlich und räumlich befristet. Das Versprechen Gottes gilt uneingeschränkt. Und doch ist es nach unseren Maßstäben in gewisser Weise viel unsicherer als die Begleitung durch einen Freund. Den Freund kann ich sehen. Gott sehe ich nicht, viel weniger als Mose. Selbst der schließt die Augen aus Furcht, Gott anzuschauen.

[IV. Das Geheimnis des Gottesnamens]
Die Begegnung des Mose mit Gott am brennenden Dorn-busch weist auf das Geheimnis Gottes hin: Er brennt für die Menschen und nimmt sich ihrer Leiden und ihrer Not an, ohne Vorbedingung, unbedingt:

Ich habe das Elend meines Volks in Ägypten gesehen und ihr Geschrei über ihre Bedränger gehört; ich habe ihre Lei-den erkannt. Und ich bin hernieder gefahren, dass ich sie errette aus der Ägypter Hand und sie herausführe aus die-sem Lande in ein gutes und weites Land, in ein Land, darin Milch und Honig fließt.

Doch Gott verzehrt sich in diesem Einsatz nicht. Er bleibt, was er ist, obwohl er alles gibt. Das gilt später selbst noch am Kreuz. Gott gibt sein Leben und offenbart drei Tage spä-ter, dass er der Lebendige ist, der sogar den Tod besiegt und damit allen Menschen eine heilsame Zukunft öffnet. Diese Zukunftsorientierung unseres Glaubens ist hier, lange vor Jesus, von Gott her schon offenbart.

Und dieses Geheimnis Gottes, das dem Mose begegnet, hat noch eine zweite Seite: Dieses Geheimnis entzieht sich einer teilnahmslosen Beobachtung. »Mose tritt näher und ist schon beteiligt: Er hört, zieht seine Sandalen aus, fragt nach...« Das Geheimnis Gottes begegnet dem Mose bedingungslos und zwingend zugleich.

In dieser Hinsicht ist Mose typisch für alle Menschen, die dem Geheimnis Gottes in ihrem Leben begegnet sind. Es wird dann unmöglich, beiseite zu stehen, gleichgültig zu bleiben. Es stellt sich auch nicht mehr die Frage: Lasse ich mich auf den Ruf ein oder doch lieber nicht? Die Begegnung mit dem »Ich will mit dir sein« nimmt einen Menschen in Anspruch.

Die Jünger Jesu haben später Ähnliches erfahren. Die Wir-kung der persönlichen Anrede durch Jesus war derart, dass sie ihre Berufe verließen und ihm auf seinem Weg durch Galiläa nachfolgten. Diese Erfahrung haben durch die zwei-tausendjährige Kirchengeschichte unzählige Menschen ge-macht: Das Geheimnis der Barmherzigkeit Gottes lässt einen nicht kalt. Die ganze große Wolke der Zeugen, von denen der Hebräerbrief spricht, bestätigt diese Beobachtung.

Gottes bedingungsloser Zuspruch öffnet die verschlossen geglaubte Zukunft. Dass das Leben der versklavten Israeli-ten sich jemals ändern würde, diese Hoffnung hatten die meisten schon aufgegeben, wenn sie sie denn jemals hatten. Ähnlich ging es später Menschen, deren Leiden Jesus zu Herzen gegangen ist und der sich ihrer annahm und damit Gottes Erbarmen offenbarte. Jesus war nicht mit möglichen Ursachen ihres Elends beschäftigt, sondern mit diesem Elend selbst. Er »blickt nicht auf ihre Vergangenheit und von dort aus auf ihre traurige Gegenwart, sondern schafft ihnen unmittelbar neue Zukunft« (2).

Solches Wirken Gottes kommt nicht zu Gottes Wesen ir-gendwie hinzu oder ist nur zufällig sein Bestandteil. Gott tut nicht mal dieses und mal jenes. Das erbarmende, sich der Not der Menschen annehmende und eine heilsame Zukunft öffnende Handeln Gottes ist sein Name.
Ich will mir dir sein. Ich werde sein, der ich sein werde.

Dass Gott sich dem Mose, seinem Volk Israel und in Jesus Christus allen Menschen in dieser Weise offenbart, bleibt ein Geheimnis, ein Geheimnis, das sich uns vertraut und ergrif-fen macht (3), ein Geheimnis, das uns in Dienst nimmt.

Diese Erfahrung ist für Mose völlig neu und er fühlt sich überfordert. Wer wollte es ihm verdenken. Und so entsinnt er Ausrede um Ausrede. Insgesamt fünf Ausflüchte werden überliefert. Am Schluss aber ist das Erbarmen Gottes stär-ker. Und Mose macht sich an die Arbeit, auf die er sich nicht beworben hat. Er folgt darin einer inneren Notwendigkeit, die von Gottes bedingungsloser Zuwendung ausgeht.

Ähnlich hat Paulus es empfunden:
Dass ich das Evangelium predige, dessen darf ich mich nicht rühmen; denn ich muss es tun. Und wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht predigte (4).

[V. Die eigene Berufung]
Und wir? Keiner von uns befindet sich in einer dem Mose oder dem Paulus vergleichbaren Situation. Doch verbindet uns mit ihnen der Glaube an den geheimnisvollen und barmherzigen Gott, der sich der Not der Menschen annimmt und ihnen eine Zukunft eröffnet, wo sie keine Perspektive mehr gesehen haben. Er spricht uns an und wartet auf un-sere Antwort. Die Antwort, die Gott von uns erwartet, über-fordert uns nicht. Sie besteht in erster Linie darin, dass wir uns Gottes Barmherzigkeit gefallen lassen und uns ihm nicht in den Weg stellen. Was daraus folgt, sieht für jeden Men-schen in der konkreten, alltäglichen Umsetzung anders aus, je nachdem, in welcher Lebenssituation wir uns befinden, welches familiäre und berufliche Umfeld zu uns gehört.

Eines gilt uns allen: Der Ich-will-mit-dir-sein wendet sich uns täglich zu, öffnet uns die Zukunft trotz belasteter Gegenwart und gibt uns für den Dienst, den wir um seines Namens willen tun, die nötige Weisheit und Kraft. Darauf sollen wir vertrauen.

Amen.

Eingangsgebet
Gütiger Gott, du rufst uns durch dein Wort immer wieder auf den Weg des Lebens.
Wir danken dir, dass du mit uns gehst.
Stärke uns mit dem Mut des Glaubens –
durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn.
Amen.
Fürbittengebet
Herr, unser Gott, du siehst und hörst uns.
Du kennst uns, einen jeden und eine jede besser, als wir uns selber kennen.
Du liebst uns, die wir das wahrhaftig nicht verdient haben.
Du hast uns geholfen und hilfst uns noch und immer
wieder, wo wir doch immer wieder im Begriff sind,
alles zu verderben, indem wir uns selber helfen möchten.
Du bist der Richter, aber auch der Heiland
des ganzen, armen, verwirrten Menschenvolkes.
Dafür danken wir dir, dafür preisen wir dich.
Und wir freuen uns darauf,
an deinem großen Tag schauen zu dürfen,
was wir, wenn du uns dazu frei machst,
jetzt schon glauben dürfen.
Mach uns frei dazu.
Gib uns den rechten, aufrichtigen, tätigen Glauben an dich, an deine Wahrheit.
Gib ihn vielen, gib ihn allen Menschen.
Gib ihn den Völkern und allen Regierenden, den Reichen und den Armen, den Gesunden und den Kranken,
den Gefangenen und denen, die sich für frei halten, den Alten und den Jungen, den Fröhlichen und den Traurigen,
den Schwermütigen und den Leichtsinnigen.
Da ist keiner, der es nicht nötig hätte zu glauben, und kei-ner, dem es nicht verheißen wäre,
dass auch er glauben dürfe.
Sag es den Menschen, sag es auch von uns,
dass du ihr und unser gnädiger Gott und Vater bist!
Das bitten wir dich im Namen unseren Herrn Jesus
Christus. (1)

Verfasser: Pfarrer Rüdiger Schulze
Kindergartenstraße 6, 79268 Bötzingen
________________________
Anmerkungen
(1) Aus: Karl Barth, Gebete, 6. Auflage, Zürich 1985.
(2) Eberhard Jüngel, Beziehungsreich, S. 143.
(3) Eberhard Jüngel, Gott als Geheimnis der Welt, S. 341.
(4) 1. Korinther 9, 16.

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