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Jesus auf dem Weg Gottes

von Jürgen Reichel-Odié (60596 Frankfurt)

Predigtdatum : 03.02.2008
Lesereihe : ohne Zuordnung
Predigttag im Kirchenjahr : Estomihi
Textstelle : Jesaja 58,1-9a
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Wochenspruch:

Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von dem Menschensohn. (Lukas 18, 31)

Psalm: 31 (EG 716)

Lesungen

Altes Testament:
Amos 5, 21 – 24
Epistel:
1. Korinther 13, 1 – 13
Evangelium:
Markus 8, 31 – 38

Liedvorschläge

Eingangslied:
EG 449
Die güldne Sonne
Wochenlied:
EG 384
Lasset uns mit Jesus ziehen
Predigtlied:
EG 407
Brich dem Hungrigen dein Brot
Schlusslied:
EG 391
Jesus geh voran

Vorbemerkung

Fasching / Fastnacht ist nicht nur katholisch und nicht nur schenkelklopfend vulgär. Es ist auch die Zeit, in der die gewohnte (Zwangs)ordnung für einige Tage auf den Kopf gestellt wird, damit ihr dann wieder zustimmend gefolgt werden kann für den Rest des Jahres. Es ist die Zeit, in der der Untertan mal über die Stränge schlagen, die Obrigkeit auf den Arm nehmen und ungestraft seine Kritik äußern kann, ohne dass es (im doppelten Sinn) Folgen oder Konsequenzen hat. Es ist ein Ventil.
In dieser Tradition einer politischen Fastnacht stehend versteht sich die folgende Büttenpredigt. Allerdings mit einem Unterschied: Sie versteht sich nicht als Ventil. Wie jede Predigt hofft sie, eine nützliche Wegweisung für den Weg zu sein.
Dabei folgt sie streng dem für den Sonntag Estomihi vorgeschlagenen Predigttext in Exegese und Auslegung. Vorgetragen werden sollte sie jedoch mit leichter Hand und fröhlichem Schwung.

Liedvorschläge:
EG 168, 1-3
Liturgie nach Agende zum Sonntag Estomihi
Lesung: Jesaja 58, 1-9a (Predigttext)
EG 418 (oder 412, 1-3.7 oder 420)
Büttenpredigt
EG 560 (oder 418)
EG 168, 4-6

1 Rufe getrost, halte nicht an dich! Erhebe deine Stimme wie eine Posaune und verkündige meinem Volk seine Abtrünnigkeit und dem Hause Jakob seine Sünden! 2 Sie suchen mich täglich und begehren, meine Wege zu wissen, als wären sie ein Volk, das die Gerechtigkeit schon getan und das Recht seines Gottes nicht verlassen hätte. Sie fordern von mir Recht, sie begehren, dass Gott sich nahe. 3 »Warum fasten wir, und du siehst es nicht an? Warum kasteien wir unseren Leib, und du willst's nicht wissen? « - Siehe, an dem Tag, da ihr fastet, geht ihr doch euren Geschäften nach und bedrückt alle eure Arbeiter.
4 Siehe, wenn ihr fastet, hadert und zankt ihr und schlagt mit gottloser Faust drein. Ihr sollt nicht so fasten, wie ihr jetzt tut, wenn eure Stimme in der Höhe gehört werden soll. 5 Soll das ein Fasten sein, an dem ich Gefallen habe, ein Tag, an dem man sich kasteit, wenn ein Mensch seinen Kopf hängen lässt wie Schilf und in Sack und Asche sich bettet? Wollt ihr das ein Fasten nennen und einen Tag, an dem der HERR Wohlgefallen hat?
6 Das aber ist ein Fasten, an dem ich Gefallen habe: Lass los, die du mit Unrecht gebunden hast, lass ledig, auf die du das Joch gelegt hast! Gib frei, die du bedrückst, reiß jedes Joch weg! 7 Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus! Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht deinem Fleisch und Blut! 8 Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Heilung wird schnell voranschreiten, und deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen, und die Herrlichkeit des HERRN wird deinen Zug beschließen. 9 Dann wirst du rufen, und der HERR wird dir antworten.

Liebe Christinnen und Christen!

Des Herrn Jesus Gnade
sei mit euch allen – wenn nicht, 's wär' schade!
Die Liebe Gottes möge desgleichen
niemals und nirgendwo von euch weichen,
dazu die Gemeinschaft im Heiligen Geist
– das ist's, was wir brauchen zuallermeist!

Denn in diesen verrückten Tagen
wollen wir Christen es wieder wagen,
'ner Stimme von außen her zuzuhören,
die – mal was anderes! – ohn' zu betören
uns zu erreichen es unternimmt.
Tatsächlich: sie ist für uns bestimmt,

die Stimme von jenem hebrä'schen Propheten,
die, ohn' Honorar und Euro-Moneten,
zum ersten Mal als die des dritten Jesaja
den Juden erklang und heute nun – oh ja! –
auch für uns Christen ist bestimmt.
Und wenn sie, wie's sein mag, auch manchen verstimmt,

(- nicht unbedingt lieblich klingt sie in den Ohren -)
so wollen wir nicht sein wie unverständ‘ge Toren,
die mit Bedacht ihre Ohren verstopfen
und ganz vergeblich lassen anklopfen
an ihrer Herzen verriegelter Tür,
ganz ohne Schmerzen und ohne Gespür

für Gottes Leiden an seiner Erde. –
Hingegen woll'n wir stark hoffen, es werde
die Stimm' des Prophet' unsre Ohren erreichen
und drüber hinaus unsre Herzen erweichen.
Und klingt sie auch manchmal recht grell und schrill,
so hör'n wir in ihr dennoch Gottes Will'.

Denn was da erklingt in des Propheten Ohr,
mit Macht dann aus seinem Mund quillt‘s hervor!

Nicht unbekannt ist, dass im närrischen Reigen
Propheten auch gern mal die Bütte besteigen
und, was sie so alles zu sagen haben,
uns darbieten dann in den Honigwaben
der närrischen Rede und mit holprigem Reim,
auf dass Bittres uns süß sei wie Honigseim.

Denn das ist der Sinn wahrer Büttenritter,
dass das, was sonst gallig und ziemlich bitter,
mit munterem Biss sie zur Sprache bringen
und so, verquer zwar, sich der Wahrheit verdingen,
die manchmal recht unerträglich ist.
Das zu beheben ist ihre närrische List.

Der Vorrede sei nun genugsam gesprochen.
Sie haben doch längst schon den Braten gerochen,
der Ihnen am heutigen Tag wird servieret.
Wohl an nun! Sperrt auf die Ohren und höret,
was der Prophet alles uns zu sagen hat,
laut und genau, nach Gottes Diktat:

„Aus voller Kehl' rufe und halte nicht inne!
Ja, wie die Posaune erheb deine Stimme!
Verkünd' meinem Volk seine Missetaten
und wie seine Werke so sündig geraten!
Verkünde und sag es mit lautem Hals:
Was sie sein sollen, sie sind's nicht: der Erde Salz!“

So hallt es laut in des Propheten Ohr.
Sein Stimm' erhebend ruft uns er ins Ohr:

„Sie suchen mich, Gott, von Stunde zu Stunde,
sie wünschen zu haben genaueste Kunde
von meinen Plänen, von meinen Wegen,
bei all' den Problemen, die ihnen sich legen
so sperrig und lästig in jene Bahn,
die zügig zu joggen sie heben an:

egal, ob bei ziemlich persönlichen Fragen
beruflich'r Karriere, finanzieller Zulagen;
ob bei unvermittelt ökologischen Sorgen,
die Angst ihnen machen vor dem morgigen Morgen;
ob hinsichtlich gar des öffentlich'n Wohl,
das vielen so viel wert ist wie'n strunkiger Kohl.

Sie fühl'n sich als Volk, das vollbracht gute Taten
und nie das Recht Gottes auch nur im Ansatz verraten.
Sie drängen, unschuldigen Lämmern recht ähnlich,
sich an mich. Verlangen zudringlich-grämlich,
ich möge mich nahen ganz seelsorgerlich,
als wär‘ dies ihr Recht und sie hätt'n bezahlt für mich ...“

So dröhnt es hart in des Propheten Ohr. –
Doch auch als der Menschen Sprecher tritt er hervor:

„O Gott! Warum siehst du nicht, wie wir alls fasten
und auch genug tragen der eigenen Lasten?
Wozu proklamieren wir großzügig's Teilen?
Wir hätten's nicht nötig. Tun wir doch weilen
im mit eigener Hand fest ummauerten Haus,
wo Platz ist sogar für so manche Asyl-Maus,

höchst sorgfältig g'prüft von den Grenzorganen.
Darüber hinaus, sehn wir 'n ziehende Schwanen,
so wenden voll Mitgefühl wir die Gedanken
den Hungernden zu. Nein, wir tun doch nicht wanken
vor Terror und Unrecht und Schurkengewalt!
(Nur G'schäfte muss man machen – so ist das halt ...)

So teilen wir mutig – mit Worten zumind'st –
ein Fasten ist's uns – und was der Verdienst?
Du siehst es nicht, Gott, du weißt nicht darum,
wie die Seele wir demüt'gen. Um und Um
das Gewissen wir wenden: es ist rein.
O Gott: sieh unsern guten Willen im Abendschein!“

So tönt es fromm in des Propheten Ohr. –
Als Antwort erschallt durch Gottes Sprachrohr:

„Sieh da, sieh da: ihr findet Gefallen
an eurem höchsteig’nen volltönigen Schwallen!
Ein Fasten bereits sind euch Konditionen,
die Ärm'ren ihr gewährt. Und tut's denen dann lohnen,
indem ihr die Schulden von ihnen eintreibt
so hart, dass es Tränen in die Augen mir treibt.

Ihr tönt groß zu helfen, derweil Rüstungsgeschäften
ihr hemmungslos nachgeht. Und nach besten Kräften
bringt kess ihr in's Spiel eure eignen Soldaten
als Heil für die Welt. Wer bloß hat euch geraten,
zu nennen dies 'neue Verantwortungspolitik'?
Davon bekommt mancher 'ne böse Kolik!

Der 11. September tat schwer euch erschüttern
die Seelen, die Köpf' auch, mit heft'gen Gewittern.
Doch statt euren eigenen Terror zu richten,
zogt dreist ihr es vor, ziemlich blind euch zu flüchten
in uneingeschränkte Solidarität
mit einem Cowboy, der kaum was versteht.

Wer anderes spricht, wird eilends geziehen
des Antiamerikanismus. So sind, scheint's, gediehen
bei euch wie in vielen angrenzenden Staaten
des Fundamentalismus vergiftete Saaten.
Ihr fühlt euch so klug und merkt dabei kaum,
wie er auch bei euch findet Einfluss und Raum.“

So ätzt der Zorn Gottes in des Propheten Ohr.
Als Gottes Bote er uns heiß beschwor:

„Ist dieses ein Fasten, das ich, Gott, erwähle,
dass der Mensch masochistisch die Seele sich quäle?
Dass ihr euch selbst peinigt mit Schuldgefühlen
und gerädert euch fühlt wie gedreht durch die Mühlen?
Ist das wohl das Fasten, das mir, Gott, gefällt
im Ang'sicht des Zustandes dieser Welt?

Soll gefallen mir eu'r Die-Köpfe-hängen-lassen
wie wendehälsiges Schilfrohr? Oder wenn bei vollen Kassen
ihr schuldig euch fühlt und euch demütig gebärdet?
Und am liebsten, da's Wohlbefinden ist gefährdet,
euch kleiden würdet in Asche und Sack,
damit euer Gefühl nicht zu heftig euch pack?

Euch kleiden möchtet in Sack und Asche...
Doch tun würdet ihr's erst, wenn es als Masche
der Mode auf Hochglanz euch angepreist würde,
gleichwie ihr gern tragt manche Fasten-Bürde,
solang‘ sie ist bloß eine Schlankheitskur
oder spirituelle Erfahrung pur.

Wollt solches Getue als Fasten ihr handeln?
Oder etwa mit glüh'ndem Bekenntnis ummanteln
die Löcher, die hässlich eu'r schwaches Gewissen
ins Seelenkostüm euch hat hinein gebissen?
Nennt dies ihr ein Wohlgefallen des HERRN?
Bei meinem Namen – solch Reu' hab' ich gern!“

So brennt Gottes Zorn in des Propheten Ohr.
Der Botschafter Gottes tritt heftig hervor:

„Das ist ein Fasten, wo Gefallen ich habe
und an dem sich meine Seele erlabe:
Lasst los, die mit Unrecht ihr habt gebunden,
lasst ledig, die unter dem Joch sind gefunden –
die lange schon leiden unter Arbeitslosigkeit
oder abgebaut werden mit Schmackes zurzeit.

Lasst ledig, die alle bedrücket werden,
gebt frei, die gestoßen werd'n hier auf Erden
hinaus in die Sorge, denn zu bezahlen
sind Wohnungen für viele nur unter Qualen.
Gebt frei, die aufstöhnen unter kühner Spekulation
und die geprellt sind um gerechten Lohn.

Lasst los, die gefangen von gleißenden Sprüchen
der Werbung, betört von wollüst'gen Gerüchen.
Gebt frei auch, die unter Verkehrslärm tagtäglich stöhnen,
denn daran lässt sich so wenig gewöhnen
wie an die radioaktive Last,
die Generationen von Nachkommen ihr hinterlasst.

So sollt jedes Joch ihr hier bei euch zerschlagen,
ja: heute bereits, nicht erst in ferneren Tagen.
Reißt weg, nicht zuletzt!, auch das Joch der Schulden,
das Millionen von Menschen müssen erdulden
im Süden, im Osten – gebt endlich sie frei!
Und keine Bedingung sei mit dabei!“

So hallt Gottes Ruf in des Propheten Ohr.
Und Gottes Lautsprecher schallt laut uns ins Ohr:

„Herumgestoß'nen Armen wendet die Nöte,
fürwahr! brecht den Hungrigen eure Bröte.
Und wer ohne Obdach ist und in der Fremde,
egal, ob im deutschen oder Asylanten-Hemde,
dem öffnet ganz schnell das Haus und das Herz –
noch besser: sorgt dafür, dass ohne Schmerz

sie bleiben können in ihren Ländern,
weil rasch sich auch dort die Verhältnisse ändern
- und möglich ist Änderung dort in der Ferne
doch nur, indem euer Land sich ändert gerne!
Und wenn ihr nackt jemand dastehen seht,
so kleidet ihn flugs, noch eh' er sich dreht

und mir, Gott, die Blöße kann anklagend zeigen:
wahrhaftig! denn dazu werd' ich nicht schweigen!
's ist gleich, ob entblößt er von wärmenden Miedern,
ob von Schulen, von G'sundheit, von fröhlichen Liedern,
ob von g'sunder Umwelt: entziehet euch nicht!
Zu schnell kriegt sonst selber ihr reißende Gicht...

Entziehet euch nicht eurem Fleisch, eurem Blute.
Und zügelt euch ja nicht mit tümelnder Rute:
jetzt wär'n erst mal Deutschmenschen hier an der Reihe
oder gar nur, wer habe der Marktwirtschaft Weihe!
Seit Christus ist jeder Mensch eu'r Fleisch und Blut,
selbst wenn als Al-Qaeda er bringt euch in Wut.“

So drängt Gottes Stimm' in des Propheten Ohr.
Der Bote Gottes ruft mahnend empor:

„Kehrt so ihr um, wie es sich anböte,
dann scheint euer Licht wie die Morgenröte
um strahlend die Dunkelheit zu vertreiben,
die dicht sich lagert um der Menschen Treiben.
Dann habt ihr nicht untern Scheffel gestellt
euer Licht, sondern hell erleuchtet's die Welt.

Dann wird auch rasch eure Wunde verheilen:
die lähmende Ohnmacht, in der ihr tut verweilen;
die Wunde, dass ihr ja so gar nichts könnt richten
mit euerem Beten und christlichen Dichten,
so dass nur Missfallen und Resignation
ist jetzt euer traurig schalschmeckender Lohn.

Ja: Heilung wird sein dann und rasch voranschreiten,
wenn so ihr umkehret; und weit wird ausbreiten
sich eure Gerechtigkeit auf all den Wegen,
die ihr dann beschreitet mit göttlichem Segen.
Die Herrlichkeit Gottes wird dann zuletzt
den Zug euch beschließen – nicht später, nein: jetzt!“

So mahnt's und lockt's in des Propheten Ohr.
Aus Gottes Sprachrohr klingt's tröstend hervor:

„Dann werdet ihr rufen – und ohne Verweilen
wird Gott euch zu antworten sehr sich beeilen.
All's, was ihr dann bittet in Jesu sein Namen,
Gott wird es erfüllen – ganz sicherlich! Amen!
Ihr werdet dann gehen mit Gott Hand in Hand
und nicht mehr getrennt sein durch die eiserne Wand,

die jetzt wie 'ne Mauer eu'r Starrsinn hat errichtet.
Wenn umgekehrt ihr seid, ist's anders gerichtet:
Ihr werdet erflehen, all's was euch bedrücket,
und sprechen wird ER: Hier bin ich! – nicht entrücket,
sondern in eurer Mitte, euerm Munde ganz nah,
wie sonst man es nur bei Mose einst sah.

So seid ihr dann, fürwahr!, nicht wen'ger, nicht minder
als Jesu Geschwister und Gott's eigen Kinder.
Gott jubelt dann: dies ist jetzt wirklich ein Fasten,
das fortträgt der Menschen tief drückende Lasten.
Ganz eins ist dann Gott mit der Menschen Welt,
weil dies Fasten ihm in der Seele gefällt.“

So spricht Gott freundlich in des Propheten Ohr.
Wer dem nicht zuhört, ist ein rechter Tor.

So tönt der Prophet. So erhebt er die Stimme
posaunengleich mächtig. Er hält auch nicht inne.
Verkündet uns frank unsre 'löblichen' Taten
und wie unsre Werke so 'prächtig' geraten.
Verkündet und spricht es aus lautem Hals,
dass wir doch sein soll'n der Erde Salz.

Doch tröstet er dabei uns auch nicht zu wenig:
wir können doch uumkehr'n ! – dazu hat der König
des Himmels, der Erde, aller Kreaturen
uns Menschen ermächtigt. Und so geh'n die Uhren
nun doch ganz anders, als je wir gedacht.
Beschwingt könn' wir fasten – das wär' ja gelacht! –

das Fasten, das Menschen und Welten umkrempelt. –
Schon gut, dass so tüchtig uns hat angerempelt
der Prophet Gottes, der dritte Jesaja,
sehr ernsthaft und auch mal recht närrisch – nun ja.
Wir haben seine Worte gehört.
Vielleicht hat uns auch zwischendurch mal gestört

das ein' oder andere seiner Scheltworte.
Doch dazu versammeln wir uns hier am Orte.
Nun gut. Angesichts der Narrheiten dieser Erde
ist's eh' am besten, dass jeder ein Narr Gottes werde.
Des Propheten Büttenpredigt ist nun aus.
Sein' Melodie noch im Ohre, lasst geh'n uns nach Haus.

Und der Friede Gottes, der soviel höher
als unsre Vernunft, bewahre uns immer
die Herzen, die Sinne, und auch die Gedanken!
Das soll nun gelten ohn' alles Wanken
an diesem Tage, in dieser Woch',
und allen Zeiten, die folgen noch.

Dies sei bekräftigt in Jesu Namen
mit einem herzlichen, kräftigen ... (Amen!)

Verfasser: Dekan Pfarrer Jürgen Reichel-Odié, Stresemannallee 93, 60596 Frankfurt

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