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Jesus, der Weg

von Susanna Faust-Kallenberg (65760 Eschborn)

Predigtdatum : 01.01.2020
Lesereihe : II
Predigttag im Kirchenjahr : Neujahrstag
Textstelle : Johannes 14,1-6
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Wochenspruch: Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit. (Hebräer 13,8)

Psalm: 8,2-10 (EG 705)

Predigtreihen

Reihe I: Josua 1,1-9
Reihe II: Johannes 14,1-6
Reihe III: Philipper 4,10-13(14-20)
Reihe IV: Sprüche 16,(1-8)9
Reihe V: Lukas 4,16-21
Reihe VI: Jakobus 4,13-15

Liedvorschläge

Eingangslied: EG 305 Singt das Lied der Freude
Wochenlied: EG 395 Vertraut den neuen Wegen
Predigtlied: EG 61, 1.4-6 Hilf, Herr Jesu
Schlusslied: EG+ 33 Gott, dein guter Segen

Predigttext Johannes 14, 1 – 6

Jesus, der Weg zum Vater

1 Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!
2 In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn's nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten?

3 Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf dass auch ihr seid, wo ich bin.
4 Und wo ich hingehe, dahin wisst ihr den Weg.
5 Spricht zu ihm Thomas: Herr, wir wissen nicht, wo du hingehst; wie können wir den Weg wissen?
6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.

Kanzelgruß:
Gnade sei mit Euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!

Johannes 14, 1 - 6

Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn’s nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten? Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf dass auch ihr seid, wo ich bin. Und wo ich hingehe, dahin wisst ihr den Weg.
Spricht zu ihm Thomas: Herr, wir wissen nicht, wo du hingehst; wie können wir den Weg wissen? Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.

„Lehre mich Ewiger Deinen Weg, lass mich wandeln in Deiner Wahrheit! “
AMEN

 

Liebe Gemeinde,

gibt es in einer offenen und liberalen Gesellschaft den einen richtigen Weg? Das ist eine Frage, die sich immer mehr Menschen bei uns stellen. Und immer mehr Menschen beantworten die Frage mit „Nein“! Denn eigentlich kann es nicht nur einen Weg geben! Sonst wäre Vielfalt nicht möglich, von Toleranz ganz zu schweigen.

Im heutigen Predigttext sagt Jesus: Ich bin der Weg! Für eine zunehmende Anzahl von Christen ist das ein Beweis, dass der Glaube an Jesus Christus - und damit das Christentum - mit einem Absolutheitsanspruch verbunden ist. D. h., dass es nur einen richtigen Weg geben kann.

Als Predigttext zum Neujahrstag scheinen die heutigen Verse aus dem Johannesevangelium irgendwie fehl am Platz! Da wären doch eher Segensverse angebracht oder Tipps für eine bessere Zukunft – aber ein dogmatischer Lehrsatz? Und dann auch noch ein so radikaler, der andere Meinungen ausschließt? – Irgendwie passt das nicht zu unserer Zeit -  weder in das auf uns wartende Jahr 2020 noch zur vielfältigen Gesellschaft, der wir uns alltäglich stellen müssen.

Unser Grundgesetz garantiert Religionsfreiheit, Gleichberechtigung, Freiheit und Vielfalt. Das wiederum widerspricht jeder Form von Absolutheitsanspruch - eine Lehre, die die Gründerväter und -mütter der Bundesrepublik aus den Erfahrungen des 3. Reiches gezogen haben. Heißt das nun, dass das Johannesevangelium nicht grundgesetzkonform ist?

Es gibt tatsächlich Christinnen und Christen, die so denken und ihre Zahl nimmt zu. Sie stellen im Umkehrschluss das Grundgesetz auf den Prüfstein und verteufeln die Demokratie. Meistens sind es Menschen, die Angst vor einer Marginalisierung des christlichen Glaubens haben, und vor der Unterdrückung durch andere Religionen wie z. B. dem Islam. Sie registrieren, dass unsere Gottesdienste immer leerer werden und verfallen den Rattenfängern, die die Schuld an den zunehmenden Kirchenaustritten anderen Religionen in die Schuhe schieben. Für die einen ist der Islam zum Feindbild geworden, für die anderen ist es die Liberalisierung. Manche reden vollmundig vom Untergang des Abendlandes, andere sehnen sich nur danach, wie es „früher“ war! Damals, als die Kirche im Leben der Menschen noch etwas galt, als es noch klare Rollenzuschreibungen gab und als Mütter weiblich und Väter männlich zu sein schienen. Damals, als Gemeinden auf ihre Pfarrer und Priester hörten und als man noch stolz auf sein Vaterland sein konnte. Und über die Folgen patriarchaler Gewalt senken sie dabei mehr oder weniger vorsichtig den Schleier des Vergessens!

Gerne hören sie Verse wie den heutigen Predigttext. Denn wenn Jesus im Johannesevangelium von sich selbst aussagt: Es gibt nur einen Weg und nur eine Wahrheit - und die ist er selbst -, dann ist aus ihrer Sicht alles klar. Gott ist gegen jede Form von Vielfalt.

Aber ist das wirklich so?

Heute Morgen am Neujahrstag 2020 soll Gelegenheit dazu sein, zu zeigen, dass diese Verse aus dem Johannesevangelium eine andere Zielrichtung haben. Der Schreiber dieses Evangeliums hatte ursprünglich eine völlig andere Intention. Setzt man die Verse Jesu von dem einen Weg in den größeren Zusammenhang des Johannesevangeliums, dann besagen sie nicht nur das genaue Gegenteil, sondern sie geben uns auch einige wunderbare Ratschläge für unseren Alltag im kommenden Jahr.

Denn diese Worte waren nie dazu gedacht als dogmatische Keule geschwungen zu werden. Deshalb möchte ich Sie einladen: Schmökern Sie in Ruhe in diesem Evangelium und Sie werden feststellen, dass es geschrieben wurde, damit Sie darin verweilen. Der Schreiber will, dass wir den Versen nachsinnen, sie wie runde Perlen betasten, wie schönen Schmuck umlegen und immer wieder neu hören und lesen. Es handelt sich um Worte, deren Sinn sich erst nach und nach erschließt. Geschichten und Gedichte, in denen Gott direkt zu uns zu sprechen scheint!

Darüber wer es geschrieben hat, gibt es viele Vermutungen. Moderne Theologen haben sich trotz vieler stilistischer Brüche dazu entschieden, das Buch in seiner jetzigen Form so zu nehmen, wie es ist. Denn es ist literarisch einzigartig. Es hat besondere Eigenarten, die die anderen Evangelien nicht haben.

Wichtig für uns heute ist, dass das Johannesevangelium ein Zeitzeugnis aus einer entscheidenden Entwicklungsepoche des Christentums ist. In einer Zeit, in der die jüdisch-christlichen Gemeinden sich selbst finden mussten und schließlich  christlich wurden. Dies war um etwa 100 nach Christus.

Die jungen, juden-christlichen Gemeinden hatten ein angespanntes Verhältnis zu der jüdischen Mehrheit dieser Zeit. Und diese Spannung hat auch im Johannesevangelium ihre Spuren hinterlassen. Etwa in den Erzählungen über Streitgespräche zwischen Jesus und den Schriftgelehrten. In der Erzählung über seine Verurteilung und Kreuzigung. Diese Spannungen und die damit verbundenen Streitigkeiten haben dann schließlich zur Geburt der neuen Religionsgemeinschaft geführt - dem Christentum.

Das Ringen um die Bedeutung Jesu für die junge Gemeinde schlägt sich in allen Bibelversen nieder: Was bedeutet Jesus Christus für unseren Alltag? Was macht ihn so besonders? Wie ist sein Verhältnis zu uns? Wie ist sein Verhältnis zu Gott? Warum ist er so gestorben, wie er gestorben ist? Wie können wir ihm nachfolgen?

Am Ende mündete alles in die entscheidende Frage: In welche Richtung sollen wir uns entwickeln? Sollen wir uns vom Judentum trennen?

Die Geschichte zeigt uns, dass die junge Gemeinde sich für Jesus Christus als Sohn Gottes entschied und damit einen Bruch zu ihren jüdischen Geschwistern vollzog, der sich nicht mehr kitten ließ. Im Rückblick können wir sehen, dass diese Abgrenzung sich über die Jahrhunderte als verheerend für die Juden erwies. Denn die Christinnen und Christen, die danach kamen, vergaßen, dass der Schreiber des Johannesevangeliums ein Kind seiner Zeit gewesen war. Die „Juden“ im Johannesevangelium wurden zum Feindbild, das es zu bekämpfen galt, bis hin zum Genozid. Erst nach der Schoah haben wir begriffen, dass wir ehemals Geschwister waren und das Johannesevangelium Zeugnis eines Geschwisterstreites ist.

Das ist auch der Grund, weshalb die damalige johanneische Gemeinde in ihrem Denken noch sehr in ihrer jüdischen Glaubenspraxis verhaftet war.

Hörten die Gemeindeglieder das Wort „Weg“, so dachten sie jüdisch und nicht christlich-dogmatisch. Jüdische Menschen verbinden noch bis heute mit dem Wort „Weg“ (Ha Halacha) die Lebensführung. In dem Ich-bin-Wort in Johannes 14, 6 geht es also nicht um das Prinzip und darum, wer Recht hat, sondern um die Ethik.

Welche Form der Lebensführung ist die richtige? Wie soll ich als gläubiger Christ mein Leben gestalten? Das ist die Frage, die im Evangelium der Jünger Thomas stellt! Auf diese Frage antwortet Jesus: Ich bin das Vorbild. So wie ich gelebt habe, so sollt auch ihr leben. Das ist der Weg.

Für die johanneische Gemeinde war Jesu Antwort eine klare Aussage. Sie kannten ja die übrigen Geschichten des Johannesevangeliums. Geschichten darüber, wie Jesus gelebt und sich verhalten hat und was er gelehrt hat. Um nun zurückzukehren zu der Frage vom Anfang. Lässt sich der heutige Predigttext mit den Idealen einer offenen und liberalen Gesellschaft vereinbaren: mit Dialog, Toleranz und Respekt? Passen diese Ideale zu dem Leben, wie Jesus es gelebt hat zum Grundgesetz? Wer genau im Johannesevangelium nachschaut, kann diese Frage mit einem klaren „Ja“ beantworten!

Denn dort wird Jesu Umgang mit fremden Menschen beschrieben.  Seine Kontakte zu Nichtjuden und Menschen, die am Rand der Gesellschaft lebten, sind  ein Aufruf zu einem Leben in versöhnter Vielfalt.

Denn Jesus hat keine Berührungsängste. Er wendet sich der samaritanischen Frau zu, die einen schlechten Ruf hat: neugierig und offen – egal, was die anderen über sie und ihre vielen Männer erzählen. Er heilt den Sohn des königlichen Beamten, der kein Jude ist, aber er fordert keine Konversion von ihm. Diese Begegnung ist besonders, denn Juden und Nichtjuden verkehrten damals selten miteinander. Jesus überschreitet Grenzen und bricht Tabus. Er fordert seine Freundinnen und Freunde dazu auf, es ihm nachzumachen. Er heilt den Blindgeborenen, den andere lieber zum theologischen Diskussionsobjekt machen wollen und er erbarmt sich der Ehebrecherin, indem  er sie vor dem Gespött der Leute rettet. Mit Frauen wie Martha und Maria redet er auf Augenhöhe. All dies sind Geschichten, die uns eine ganz besondere Seite Jesu zeigen. Es ist der den Außenseitern zugewandte Jesus, der sich im Johannesevangelium offenbart.

Dazu passt auch der Vers, in dem alles in einer einzigen Handlungsanweisung zusammengefasst wird: „Das ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, wie ich euch liebe. Niemand hat größere Liebe als die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde.“

Man könnte das als Weg-Motto der Johanneischen Gemeinde bezeichnen. Ein Weg mit einem Ziel. Die Gemeinde weiß, dass sie auf dem Weg nicht allein ist. Das macht den Weg zu etwas Besonderem. Sie ist sich dessen bewusst, dass sie einen hohen Anspruch hat. An Jesu Kreuzestod kann sie erkennen, wie mühsam dieser Weg ist.

Umso tröstlicher ist es, dass am Ende das Haus mit den vielen Räumen wartet, in dem es auch für sie einen Platz gibt. Tröstlich ist auch, dass sie den Weg dorthin finden wird, weil Jesus sie an der Hand nimmt und mit ihr geht.

Diese absolute Liebe Jesu, die der johanneischen Gemeinde so wichtig war und die sie in Jesu Leben zu erkennen glaubte, die kann auch uns im kommenden Jahr zum Vorbild werden.

Überhaupt: Der heutige Predigttext sollte in seiner Bedeutung für unsere Zeit nicht unterschätzt werden. Diese Aufforderung zur Nachfolge Jesu Christi ist so etwas wie ein Missionsauftrag, der besagt: Geht hinaus in diese Welt und verkündet mit eurem Leben die Liebe Jesu.

Reicht denen die Hand, die am Rand unserer Gesellschaft stehen, die auf Versöhnung und Hilfe hoffen, die einsam leben müssen. Reicht auch denen die Hand, die durch die Intoleranz der Mehrheit widerborstig geworden sind. 

Lebt so, wie Jesus gelebt hat. Geht offen auf die Menschen zu, die anders sind als Ihr es seid! Kann sein, dass sie einen anderen Glauben haben, kann sein, dass sie einer anderen Kirche angehören. Manchmal scheint uns der Katholik aus der Kirche nebenan fremder als die Muslima aus der Moschee um die Ecke oder der Buddhist, mit dem wir uns am Arbeitsplatz unterhalten.

Öffnet euch euren jüdischen Geschwistern, von denen wir uns vor 2000 Jahren getrennt haben. So wie Jesus Christus können wir einander neugierig und in Frieden begegnen, ohne dass wir uns dabei verlieren müssen.

Das ist der Weg Jesu. Und mit seiner Hilfe können wir seinen Weg zu unserem Weg machen. Und an seiner Hand können wir schließlich auch zu dem Haus gehen, in dem unser Gott für alle seine geliebten Kinder ein Zuhause geschaffen hat.

AMEN

Fürbittengebet

Barmherziger Gott!
Du hast Deine Welt in Vielfalt geschaffen,
sie ist ein Zeichen Deiner wunderbaren Größe und Allmacht! Doch unser Kleingeist hat Angst vor dem,
was er nicht erfassen und definieren kann.
Und so bauen wir Mauern zwischen Religionen und Kulturen, wo Brücken notwendig wären.
Wir eifern um die Wahrheit,
wo Du Dir von uns versöhnende Liebe wünschst.
Und deshalb bitten wir Dich:
Nimm uns die Angst vor dem Fremden!
Hilf uns im Neuen Jahr deinen Weg zu gehen!
Gemeinde: Erleuchte und bewege uns ...

Jesus Christus, Bruder und Freund!
Du schaust den Menschen ins Herz
und nicht nur auf die Fassade.
Deshalb weißt Du, was wir brauchen.
Wir wissen oft nicht, was der Mensch neben uns braucht
und noch öfter interessiert es uns einfach nicht.
Und darum bitten wir Dich:
Führe uns auf deinen Weg,
dass wir andere mit deinen Augen sehen.
Lass uns mit Liebe und Respekt die Wunden heilen,
die Intoleranz und Rücksichtslosigkeit geschlagen haben.
Hilf uns im Neuen Jahr deinen Weg zu gehen!
Gemeinde: Erleuchte und bewege uns ...

Heiliger Geist, Licht auf unserem Weg!
Manchmal scheint der Weg zu unserem Nächsten unerreichbar weit.
Dabei müssten wir nur bis zur nächsten Tür gehen
oder die Hand über den Tisch zur Versöhnung reichen.
Doch die Hindernisse, die wir aufgebaut haben,
scheinen unüberwindbar und Friede nicht in Sicht.
Und so bitten wir Dich:
Sei uns ein strahlendes Licht, das uns leuchtet auf diesem Weg.
Eine Hoffnung, die uns Mut macht,
in einer Welt, die uns Christen den Schneid abkaufen möchte.
Gott, der Du von Anfang an warst und uns immer begleitest.
Du, der Dreieinige, der den Frieden auf Erden will!
Hilf uns im Neuen Jahr deinen Weg zu gehen!
Gemeinde: Erleuchte und bewege uns ...

EG+ 77 Erleuchte und bewege uns

Verfasserin: Pfarrerin Susanna Faust-Kallenberg, Kurt-Schumacher-Straße 23, 60311 Frankfurt


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