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Beispiele

Evangelische Kirche Niederlibbach

Vorher stand ein Sammelsurium von Gegenständen im Chorraum. Leuchter, Notenständer und der brüchige Holzaltar hatten eine Funktion, aber in der schönen gotischen Dorfkirche wirkten sie wie abgestellte Altmöbel. Das Designerduo Arnold und Eichler aus Nürnberg hat hier sichtbar aufgeräumt. Die Gemeinde ist begeistert. Der neue Altar besteht aus einem blattversilberten Holzkubus mit einer Mensa (Tischplatte) aus schwarzem Stahl. Von einer raffinierten Kreuzkonstruktion getragen, schwebt sie mit einem kleinen Abstand über dem Holzkörper, der seinerseits ein winziges Stück über dem Sandsteinboden zu stehen scheint. Die versiegelte Silberoberfläche zeigt bei näherer Betrachtung eine lebendige Struktur. Aus dem Abstand spiegelt sie die Farben der Umgebung wider und reflektiert das Licht in sanfter Brechung auf den Boden. So fügt sich der Altar in die Sandsteinumgebung als wäre er schon immer für diesen Ort gedacht. Der angenehm lebendige Lichteindruck verändert sich je nach Sonneneinstrahlung und Betrachtungswinkel. Das gibt dem Block eine wohltuende Leichtigkeit. Der neue Lesepult, das Taufbecken und der Kerzenleuchter (hier nicht im Bild) wurden aus schwarzem Stahl konstruiert und wurden zum Teil ebenfalls mit Blattsilber versehen. Diese Stücke wirken sehr funktional, durchlässig und leicht. Sie nehmen mit kubischen Formen Bezug auf den Altar, lassen ihn aber als prominentestes Stück im Raum wirken.

Niederlibbach vor der Umgestaltung